Zusammen trainieren allein zu Haus

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Seit Februar läuft beim Nordhäuser Karate-Do-Kwai wieder ein regelmäßiges Training – wenn auch nur online und lediglich drei Einheiten pro Woche, statt normal 20.

Mehr ist im organisierten Breitensport bei den aktuellen Einschränkungen momentan kaum möglich. Die einzige Chance bietet, wie in anderen Bereichen auch, das Internet. Bereits im Dezember letzten Jahres starteten sowohl der Deutsche als auch der Thüringer Karate Verband ihre ersten „Trainings auf Distanz“, die sehr positiv angenommen werden. Natürlich unterstützt im Thüringer Programm auch der Nordhäuser Cheftrainer Frank Pelny als Präsenter das Online-Training mit wöchentlich wechselnden Meistern. Seitdem mehren sich die Erfahrungen mit dem neuen Medium und eingeschränkten Platzverhältnissen der Übenden daheim.

Nun ist endlich auch das Dojo (Übungsort) des Nordhäuser Karatevereins in der Spendekirchhofhalle per mobilem LTE-Router an das World Wide Web angeschlossen. Zu verdanken ist dies der großzügigen privaten Spende eines Vereinsmitgliedes. Mit Laptopkamera und Mikrofon-Headset leitet Frank Pelny jetzt die Übungen an, erklärt und zeigt vor. Genutzt wird dazu eine vom Landessportbund Thüringen kostenlos zur Verfügung gestellte Software für Videokonferenzen. So ist es möglich, die Bewegungen der Sportler am Bildschirm zu verfolgen und bei Bedarf zu korrigieren. Natürlich ersetzt dies bei weitem kein reales Training in der Gruppe mit gegenseitigem Austausch und Erlebnissen, Livekorrekturen und sozialen Kontakten. Aber es ist zumindest ein kleiner Schritt vorwärts, um den Vereinsmitgliedern wieder etwas Gemeinschaftsgefühl zu ermöglichen. Und so wird diese Gelegenheit vor und nach dem Training dann auch rege genutzt, um endlich wieder Gespräche untereinander führen zu können. Denn auch diese sind ein wichtiger Teil des Vereinslebens.

Natürlich gab es in den vergangenen Monaten auch im Karate-Do-Kwai Nordhausen einige schmerzhafte Austritte, wie derzeit leider wohl überall. Aber die meisten Mitglieder stehen treu zu ihrem Verein und hoffen, dass es bald wieder richtig weitergehen kann. Schließlich hatte man schon im letzten Corona-Sommer dank eines funktionierenden Hygienekonzeptes einen sicheren Trainingsbetrieb gewährleisten können.

Der Karate-Do-Kwai Nordhausen ist der regionale Ansprechpartner, wenn es um authentische und qualitativ hochwertige japanische Kampfkunst geht, aber auch für Fitness und Gesundheitssport. Für Karate gibt es verschiedene, nach Alter gestaffelte Trainingsgruppen für Kinder, Erwachsene und auch eine eigene Senioren-Gruppe. Für Kobudô (Waffenkarate) und SaCO-Selbstverteidigung muss man das 14. Lebensjahr schon erreicht haben. Karate-Aerobic ist gerade bei Frauen sehr beliebt und ideal für die Verbesserung der Fitness geeignet. Außerdem gibt es noch eine Übungsgruppe Qi-Gong. Die Kleinsten (4-7 Jahre) werden entwicklungsgerecht in der Ninja-Kids Gruppe an den Sport herangeführt. Wessen sportliches Interesse nicht unbedingt im Kampfsport liegt, der ist in der Gruppe Basis-Fit gut aufgehoben.

Information bekommt man im Internet unter www.karate-nordhausen.de, per Telefon NDH 60 47 36 oder einfach mal zu den Trainingszeiten in der Spendekirchhof-Turnhalle des Humboldt-Gymnasiums in der Münzgasse vorbeischauen.

Sven Schröter (Karate-Do-Kwai Nordhausen e. V.)

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