Weniger Dünger für sauberes Wasser!

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NABU Thüringen fordert deutliche Maßnahmen beim Gewässerschutz

Jena – Das erschreckende Ergebnis der neuen Studie des Forschungszentrums Jülich und des Braunschweiger Thünen-Instituts für Ländliche Räume lassen beim NABU Thüringen die „Alarmglocken“ läuten. Die Studie zeigt, dass die bisher vorgesehenen Anstrengungen des Freistaates nicht ausreichen, um die Grenzwerte bei Stickstoff- und Phosphateinträgen ins Grundwasser und in die Oberflächengewässer einzuhalten.

„Es ist endlich Zeit aufzuwachen, und weitergehende Maßnahmen zum Schutz der Gewässer zu ergreifen. Dazu zählt unter anderem auch einen ausreichend breiten Uferstreifen ohne Dünung oder Bewirtschaftung durchzusetzen. 20 Meter Breite wären nach wissenschaftlichen Studien besonders wirksam. Ungenutzte Uferstreifen gab es sogar schon einmal – wurden aber zugunsten der intensiven Landwirtschaft wieder abgeschafft“, sagt Martin Schmidt, der stellvertretende Landesvorsitzende des NABU Thüringen. „Ähnlich wirkungsvoll und ebenso erforderlich wäre auch eine drastische Reduzierung der Düngung von Auen, insbesondere wenn sie von Drainagen durchzogen sind“, fordert Schmidt. „Schadstoffeinträge fließen von diesen Flächen viel zu schnell und ungefiltert in unsere Gewässer.“ Gewässerschutz und nachhaltige Landwirtschaft ließen sich auf solchen Flächen am besten mit einer extensiven Weidewirtschaft, einer naturnahen Waldbewirtschaftung oder dem Anbau neuer Kulturen, wie zum Beispiel Sumpfpflanzen für die Dämmstoffherstellung, verwirklichen. Bei derartigen Wirtschaftsweisen können in den Auen die Hochwässer wieder relativ schadlos zum Schutz der Dörfer und Städte zurückgehalten werden.

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