Weiterer Ausbau des Bibermanagements in den Regionen. Der NABU Thüringen erhält eine Förderung zur Fortsetzung seiner Beratungsarbeit und Konfliktprävention zum Thema Biber.

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Jena – Seit November ist die Fortführung des Bibermanagements in Thüringen gesichert. Im neuen Projektabschnitt sollen vor allem die örtlichen Beratungstätigkeiten ausgebaut werden. „Dank einer erneuten Förderung und Unterstützung durch das Thüringer Umweltministerium und mit Mitteln der Europäischen Union können wir die Beratungsarbeit und Konfliktprävention zum Thema Biber von November 2018 bis Oktober 2020 weiterführen“, sagt Marcus Orlamünder vom NABU Thüringen, der Koordinator des Projektes „Bibermanagement in Thüringen“. „Die Fortsetzung ist auch dringend notwendig, denn mit der wachsenden natürlichen Ausbreitung des Bibers im Freistaat ist in den letzten Jahren auch der Beratungsbedarf zum Thema Biber und die Notwendigkeit der praktischen Umsetzung von Präventionsmaßnahmen gestiegen.“

Wenn größere Gewässer vom Biber besetzt sind, erschließt sich dieser vermehrt auch kleinere Flüsse, Bäche und Gräben und baut dort wegen des geringeren Wasserstandes häufiger Dämme. Um den gestiegenen Arbeitsaufwand abzudecken, wurde als neue Projektmitarbeiterin Carolin Frötschner eingestellt. Die Landschaftsarchitektin unterstützt mit acht Stunden pro Woche die Arbeit im Projekt. „Im kommenden Projektabschnitt legen wir vor allem auch einen Fokus auf die Entwicklung eines möglichst flächendeckenden Beratungsangebotes durch ein Netzwerk von regionalen ehrenamtlichen Biberberatern“, so Carolin Frötschner. Nach der erfolgreichen Biberberaterausbildung 2017 sind für den neuen Projektabschnitt weitere Durchgänge geplant. Zu den Ausbildungsschwerpunkten zählen unter anderem die Biologie des Bibers, die Inhalte und Umsetzung des Bibermanagements, Präventionsmaßnahmen in Theorie und Praxis, rechtliche Grundlagen des Biberschutzes und der Umgang mit verschiedenen Biberkonflikten. Die Biberberater sollen künftig in Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden vor Ort beraten, Konflikte entschärfen,
Präventionsmaßnahmen umsetzen sowie Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Wer Interesse hat, kann sich gerne beim NABU Thüringen melden. Kontakt: Biber@NABU-Thueringen.de

Hintergrundinformationen
Der europäische Biber bringt ein Stück Natürlichkeit in die Flussauen zurück. Wo er wirkt, kommt zum Beispiel die Artenvielfalt zurück und der Hochwasserschutz wird verbessert. Die natürliche Einwanderung des Bibers begleitet der NABU Thüringen schon seit 2007 mit Aufklärungs- und Beratungsarbeit. Mit dem neuen Projektabschnitt ist die Arbeit zum Thema Biber auch zukünftig sichergestellt. Des Weiteren werden Pflanzungen von Weichholzauenarten zur Nahrungs- und Habitatverbesserung an Bibergewässern vorgenommen und zusätzlich wieder Vorträge, Exkursionen durchgeführt und Infostände eingerichtet.

Förderhinweise:
Das vom Freistaat Thüringen geförderte Vorhaben „Bibermanagement in Thüringen“ wird durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. Das Projekt wird vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz unterstützt.

Für Rückfragen
Marcus Orlamünder, Tel.: 03641/605704, E-Mail: Marcus.Orlamuender@NABU-Thueringen.de
Carolin Frötschner, Tel.: 03641/605704, E-Mail: Carolin.Froetschner@NABU-Thueringen.de

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