Weitere Punkte aus Bad Wildungen im Gepäck

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Der Thüringer HC gewinnt auswärts gegen die HSG Bad Wildungen Vipers mit 31:21 (13:8). Der THC kontrollierte nach knapp 15 Minuten das Spiel und präsentierte sich in der Favoritenrolle. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung überzeugte der amtierende Vizemeister damit auch in der Bundesliga. Für die Gastgeberinnen trafen je vier Mal: Sabine Heusdens, Maria Ines da Silva Pereira und Jana Scheib. Mit 10/3-Toren war Beate Scheffknecht erfolgreichste Torschützin aufseiten des THC.

Die Spielerinnen des Thüringer HC kamen gut ins Spiel und erzielten durch Tore von Beate Scheffknecht und Almudena Rodriguez gleich zu Beginn eine 2:0-Führung. Wenige Minuten später fand die HSG Bad Wildungen Vipers ins Spiel und erzielten in der 5. Minute den 2:2 Ausgleich. Von nun an folgte ein offener Schlagabtausch beider Mannschaften. Durch Fehler im Abschluss auf beiden Seiten stand es nach elf gespielten Minuten 4:4. Kein Team konnte die offensichtlichen Abschlussschwächen des Gegners zum eigenen Vorteil nutzen. Wie aus den letzten Spielen gewohnt, stand Ann-Cathrin Giegerich souverän zwischen den Pfosten, sodass die Thüringer Gäste mit einem Tor (5:6, 17. Minute) in Führung gehen konnten.

Die Vipers spielten nun zunehmend unsicherer im Angriff, das Team um Trainer Herbert Müller nutzte diese Phase und baute den Vorsprung auf drei Tore, zum Stand von 5:8, aus. Grund genug für Vipers-Trainerin Tessa Bremmer ihre erste Auszeit zu nehmen. Diese zeigte die erwünschte Wirkung, denn durch zu hektische Aktionen des THC schafften es die Hessinnen bis auf ein Tor heran zu kommen. Nach 25 Spielminuten stand es 7:10 für die Gäste. Herbert Müller sah sich jetzt gezwungen, ein Timeout zu nehmen und seine Mannschaft ins Gebet zu nehmen. Von nun an hielt der Gast die Fäden fest in der Hand und kontrollierte das Spiel. Der Thüringer HC konnte sich nach Treffer, einer überragenden Beate Scheffknecht, erstmals mit vier Toren absetzen (7:11). Von der Strafwurflinie baute Beate Scheffknecht die Führung zum 8:13 Halbzeitstand aus.

Die Vipers versteckten sich trotz des Führung des Gäste zur Halbzeit nicht. Den erste Treffer in der zweiten Hälfte versenkten die Gastgeberinnen im gegnerischen Tor – Jana Scheib traf zum 9:13. Beate Scheffknecht machte direkt da weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatte und stellte die Fünftoreführung wieder her. Mit einem Strafwurf netzte Sabine Heusdens in der 35. Minute zum 11:16 ein. Der Thüringer HC startete druckvoll in die Halbzeit und setzte sich nach 40 gespielten Minuten mit einem tollen Rückraumtreffer von Beate Scheffknecht auf 12:21 ab. Insbesondere Emily Bölk glänzte in dieser Spielphase durch erfolgreiche Offensivaktionen. Zudem mussten die Vipers eine Zeitstrafe gegen Annika Ingenpaß kompensieren.

Almudena Rodriguez gelang in der 42. Minute die erste Zehntoreführung für ihre Mannschaft. Zwei Tore in Folge für die HSG Bad Wildungen nahm Herbert Müller zum Anlass, ein weiteres Team Timeout einzufordern. Er schien die richtigen Worte gefunden zu haben, denn kurz darauf baute seine Mannschaft die Führung zum 14:25 aus. Vipers-Coach Tessa Bremmer, zog hrerseits die Grüne Karte zur nächsten Auszeit. Die Vipers nahmen ihre Torhüterinnen heraus, um sich mit der siebten Feldspielerin Vorteile im Angriff zu verschaffen. Zehn Minuten vor Spielende wurde Nachwuchstalent Greta Köster für einen Strafwurf ins THC-Tor eingewechselt – mit Erfolg, der Wurf von Sabine Heusdens landete am Pfosten. Beim Stand von 16:27 nahm Herbert Müller eine weitere Auszeit, um die Strategie für die letzten Spielminuten zu besprechen. In der 53. Minute überwand Alicia Stolle Vipers-Torhüterin Anna Bocka mit einem sehenswerten Rückraumtreffer zum 16:28. Mit zwei Toren in Folge konnte Mariana Ferreira Lopes den 12-Toreabstand verteidigen und traf zum 18:30. Ein wenig Ergebniskosmetik gelang den Gastgeberinnen in den letzten Minuten doch noch und so trat der THC mit einem verdienten 21:31-Auswärtssieg im Gepäck die Heimreise an.

Bericht: Franziska J. Braun/Sarah Lapp

Statistik:

HSG Bad Wildungen Vipers: Anne Bocka, Manuela Brütsch; Annika Ingenpaß, Sabine Heusdens 4/2, Maxi Mühlner 3, Maria Ines da Silva Pereira 4, Maxime Struijs 3, Miranda Schmidt-Robben 2, Jana Scheib 4, Alina Otto 1, Erika Rajnohová, Vanessa Plümer.

Thüringer HC: Ann-Cathrin Giegerich, Greta Köster; Mariana Ferreira Lopes 7, Beate Scheffknecht 10/3, Alexandra Mazzucco, Almudena Rodriguez Rodriguez 3, Jovana Sazdovska 1, Meike Schmelzer, Alicia Stolle 3, Emily Bölk 3, Ina Großmann, Mikaela Mässing, Lydia Jakubisova 4.

Strafwürfe: 3/2 – 3/3.

Zeitstrafen: 2 – 0.

Zuschauer: 540.

Schiedsrichter: Stefan Schneider/Colin Hartmann.

Weitere Informationen unter:
http://www.thueringer-hc.de
und
http://www.twitter.com/ThueringerHC

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