Weißstörche im Freistaat weiter im Aufwind

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NABU Thüringen: Erneut starker Bestandsanstieg und gute Nachwuchsrate 2021 von Adebar in Thüringen

Der NABU Thüringen verkündet in seiner Weißstorchenbilanz 2021 einen erneut starken Bestandsanstieg und gute Nachwuchsraten bei den Weißstörchen in Thüringen. In der diesjährigen Brutsaison waren im Freistaat 110 Storchennester bewohnt und 230 Junge wurden flügge. Das sind gegenüber dem Vorjahr 18 zusätzliche Brutpaare und 59 zusätzliche Jungvögel. Die meisten Weißstorchbruten wurden aus dem Wartburgkreis gemeldet.

Jena – „Etliche Weißstörche sind in diesem Jahr schon Ende Januar in Thüringen eingeflogen. Trotz des danach vielerorts einsetzenden Schneefalls war es wieder ein Rekordjahr für den Weißstorch in Thüringen“, freut sich Klaus Schmidt, Vogelexperte beim NABU Thüringen und ehrenamtlicher Landeskoordinator für den Weißstorch. In der diesjährigen Brutsaison waren im Freistaat 110 Storchennester bewohnt und 230 Junge wurden flügge. Das sind gegenüber dem Vorjahr 18 zusätzliche Brutpaare und 59 zusätzliche Jungvögel. „Das Nachrüsten von gefährlichen Strommasten mit Vogelschutzarmaturen zeigte eine positive Auswirkung auf das Lebensalter der Störche. Aber auch Artenschutzmaßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Nahrungsbiotope sowie der Bau von günstig gelegenen Nistunterlagen in geeigneten Lebensräumen trugen zur Vermehrung der Störche bei. Daran haben der NABU und seine ehrenamtlichen aktiven Mitglieder einen großen Anteil“, berichtet Klaus Schmidt.

In Deutschland gelten Dörfer ab fünf besetzten Storchennestern als „Storchendörfer“. Bisher traf das in Thüringen in den letzten Jahren für Breitungen und Berka, beide in der Werraaue zu. 2021 brüteten in Breitungen 7 Paare mit 16 Jungen und in Berka 8 Paare mit 17 Jungstörchen. Am häufigsten brüten in Thüringen Weißstörche in den Landkreisen Wartburgkreis mit 38 Brutnester, in Schmalkalden-Meiningen mit 16, in Gotha mit 14 und in Sömmerda mit 9 Niststandorte. Alle Beobachtungen und die genaue Erfassung der Geschehnisse an den Horsten kann nur dank der Zuarbeit von ehrenamtlichen Storchenhorstbetreuer*innen und Storchenfreund*innen erfolgen. „Der aktuelle Bericht bestätigt den Trend aus den letzten Jahren. In Westthüringen brüten mehr Weißstörche als in Ostthüringen. Erklären lässt sich dies durch die großräumige Bestandsveränderung der europäischen Weißstörche. In Europa nimmt die westliche Population zu und die östliche ab. Thüringen liegt im Grenzbereich zwischen den westwärts ziehenden und der über den Balkan nach Südosten ziehenden Populationen. Das bedeutet die gute Zunahme in Westthüringen wird von dem westeuropäischen Zuwachs der Weißstörche begünstigt“, so Klaus Schmidt.

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