Was ist der Mensch? – Vision des zukünftigen Menschen –

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Der Mensch – denkt man über den Menschen nach, haben alle Menschen unterschiedliche Ansichten über sein Erscheinungsbild, Verhalten und Wesensmerkmale. Dabei ist jeder Mensch unterschiedlich – er weist veränderte Merkmale auf, entfaltete seine Persönlichkeit und unterscheidet sich von seinen Mitmenschen in Charakterzügen oder Aussehen. Doch haben wir schon einmal darüber nachgedacht, wie der Mensch in 1.000 Jahren aussehen könnte? Wie seine Verhaltensweisen und Gedanken sich eventuell verändert haben? Oder ob sich der Mensch in 1.000 Jahren noch über die gleichen Themen Gedanken macht, wie der heutige?

Viele Menschen sehen sich heutzutage immer noch als die „Krone der Schöpfung“. Dieses Menschenbild wurde im Mittelalter der Bevölkerung vermittelt. Der Mensch war hier zwar auch fehlerhaft und sein Handeln wurde durch die Bibel gemaßregelt, jedoch wurde er als „Geschöpf Gottes“ gesehen.
Genau wie die Menschenbilder, wurden auch die vier Wesensbestimmungen des Menschen übernommen: Homo faber („Werkzeugmacher“), Homo sapiens (menschliche Denken), Home ludens („spielender Mensch“) und Homo negans („Neinsagenkönner“).
Doch die Frage ist, ob es diese Erscheinungsbilder und Wesensmerkmale auch in 1.000 noch gibt? Oder ob der Mensch sich in eine komplett andere Richtung entwickelt.

Eins steht jedenfalls fest: Der Mensch entwickelt sich weiter. Diese Evolution beweist ebenso die Geschichte: Während Frauen früher so gut wie gar nichts durften, werden sie heute akzeptiert und anerkannt, genauso wie ein Mann. Während Homosexuelle früher ihre Gefühle in der Öffentlichkeit nicht zeigen durften, werden sie heute von einem Großteil der Gesellschaft unterstützt. Wo die eine Generation noch bestimmte Werte vertrat, steht die nachkommende Generation schon wieder für vollkommen andere Dinge ein. Diese Veränderungen in der Gesellschaft zeigen eine Entwicklung des menschlichen Denkens und Handelns.

Es gibt jedoch verschiedene Ansichten und Theorien über den zukünftigen Menschen. Manche haben sehr hohe Erwartungen an ihn. Somit denken sie, dass der Mensch in 1.000 Jahren keine Fehler mehr macht, er zu weitaus mehr in der Lage ist neue Technologien herzustellen, komplexer zu denken und sich seinen Alltag durch Roboter zu erleichtern.

Auf der anderen Seite denken viele Menschen auch, dass der Mensch sich selbst ausrottet, dass es ihn also irgendwann nicht mehr geben wird und die Natur sich das zurückholt, was der Mensch ihr genommen hat.

Doch nur wenige Personen denken wirklich darüber nach, wie sich die Verhaltensweisen möglicherweise verändern werden. Ob sich der zukünftige Mensch immer noch als „Krone der Schöpfung“ sieht, oder sich nicht mehr als Maß aller Dinge darstellt und damit das Darwinistische Menschenbild vertritt. Ob er immer noch die gleichen Wesensmerkmale aufweist, oder ob vielleicht neue hinzukommen oder entstehen, die fernab von unserer heutigen Denkweise liegen.
Es könnte doch durchaus möglich sein, dass der Mensch in 1.000 Jahren das heutige Gesellschaftssystem in Frage stellt und sich komplett umorientiert. Er würde sich nicht mehr an erster Stelle sehen, sondern bodenständig bleiben. Er würde mehr auf seine Mitmenschen achten und weniger auf sich selber. Die alten Wesensmerkmale wie Homo faber, Homo sapiens, Homo ludens und Homo negans, würde er zwar nicht vergessen, jedoch umorientieren und neu strukturieren, sodass sie an den „neuen Menschen“ angepasst werden.

Ausgehend von Freuds psychischen Instanzen, würde in 1.000 Jahren sich niemand mehr von seinem Lustprinzip, dem Es, leiten lassen, sondern von seinem Moralprinzip, dem Über-ich. Da dem „Über-ich“ sowohl Gesetzte, Regeln, Normen als auch Verbote bewusst ist, wird der Mensch nicht mehr nach seinem Triebwesen handeln mit dem Ziel zu überleben.

Der Mensch könnte zeigen, dass er laut Gehlen kein Mängelwesen ist. Er könnte lernen sich an die Natur anzupassen, die er hat ohne sich eine künstlich bearbeitete Kultur zu erschaffen (eine „zweite Natur“). Er könnte seine Fähigkeiten weiter ausbauen, sodass er in der Natur nicht mehr lebensunfähig ist.

Unsere zukünftige Generation würde sich neue Charakterzüge und Verhaltensweisen aneignen, die genauso gut das komplette Gegenteil sein könnten von dem, was wir heute kennen.

Die Frage sollte also nicht lauten, ob es Erscheinungsbilder und Wesensmerkmale des Menschen in 1.000 Jahren noch geben wird, sondern in wie weit und in welche Richtung sie sich entwickeln.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass es immer Meinungen anderer über die menschliche Gesellschaft geben wird. Es werden auch immer Kritiker existieren, welche die Wesensmerkmale sowie das Erscheinungsbild der Menschen in Frage stellen und sich damit auseinander setzten. Jedoch werden sich die Menschen, egal ob in 1.000, 10.000 oder 1 Millionen Jahren, immer weiterentwickeln. Sowohl in ihrer Ansicht über das Menschenbild als auch in ihren Charakterzügen, welche laut Darwin unseren affenähnlichen Vorfahren ähneln.

„Der Mensch ist nichts anderes, als was er selbst aus sich macht.“ – Jean-Paul Sartre

Text:F.C

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