Von Thüringen nach Amerika

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Alles fing mit einer spontanen Idee während eines Kurzurlaubs an. Knut Mehler, ein junger Mann aus unserem Landkreis, begann seine persönliche Erfolgsgeschichte mit einem Praktikum in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Ihnen, liebe Leser, möchte er nun in diesem Beitrag seine Geschichte erzählen.

„Den ersten längeren USA Aufenthalt hatte ich im Sommer 2006, während eines 4 monatigen Praktikums am Desert Research Institute in Las Vegas. Während dieser Zeit arbeitet ich an der räumlichen Verteilung von Insekten im Truckee River – einem Fluss in Zentralnevada und unterstützte ein Team japanischer Wissenschaftler bei der Untersuchung von Tamarisken (exotische Strauchart), welche sich im Südwesten der USA immer mehr ausbreitet und einheimische Arten verdrängt.

Die Arbeit gefiel mir sehr gut und mein damaliger Betreuer Mark Stone war scheinbar sehr zufrieden mit mir, so dass ich das Angebot bekam, nach Beendigung meines Studiums an der Universität in Jena wieder nach Las Vegas zurückzukehren. Also zog ich 2009 für 4 Jahre nach Las Vegas. Dort promovierte ich über stoffliche Zusammensetzung von Organismen in Quellen. Weiterhin traf ich viele interessante Menschen und auf Reisen lernte ich ein Amerika kennen, welches wir (leider) so nicht immer aus den Medien kennen.

Nach Beendigung meiner Tätigkeit in Las Vegas und einem halben Jahr zu Hause in Thüringen, zog es mich erneut in die USA. Dieses mal auf der anderen Seiten des amerikanischen Kontinents nach Buffalo im Bundesstaat New York. Die Stadt ist bekannt durch ihre Nähe zu den weltberühmten Niagarafällen. Dort habe ich eine Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Buffalo State College bekommen und beschäftige mich mit den Organismen, welche am Grund des Niagara Flusses leben. Diese bilden die Nahrungsgrundlage des seltenen Störs der im Niagara lebt. Die Aufgabe meines Teams unter Zusammenarbeit mit Kollegen vom -US Fish and Wildlife Service- ist es herauszufinden, welche Areale der Stör im Fluss nutzt um zu fressen und zu laichen. Daher werden diese Fische markiert um ihren Weg innerhalb des Gewässers besser verfolgen zu können.

Eine weitere Aufgabe meines Teams ist es, die räumliche Verteilung von exotischen Muscheln(Dreissena) in den 5 grossen Seen, zu erforschen. Um das zu realisieren gehen wir einmal im Jahr an Bord eines Forschungsschiffes namens „Lake Guardian“,um dort mit Unterwasserkameras dieses Muscheln zu erforschen.

Eigentlich war geplant, dass ich, nach Ablauf meines Arbeitsvertrages am Ende des Jahres, den USA den Rücken kehren wollte, um wieder in Deutschland zu arbeiten und näher bei meiner Familie zu sein. Aber mein Arbeitgeber hat mich Überzeugt noch ein wenig länger zu bleiben. Nach nunmehr 7 Jahren in diesem Land fällt so eine Entscheidung auch nicht leicht. Das liegt nicht nur an den überwältigenden Landschaften, den Reisemöglichkeiten sowie den Freizeitaktivitäten, die die USA zu bieten haben, sondern auch an den Kollegen mit denen ich jeden Tag zusammen arbeite und meine Freizeit verbringe.“

Anbei noch ein paar Impressionen, welche ich für sie mit der Kamera festgehalten habe.

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