Von bunten Sensenmännern bis Wünschelruten

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Nordhausen (psv) Die drei städtischen Museen Flohburg, Tabakspeicher und Kunsthaus Meyenburg bieten den großen und kleinen Besuchern auch an den diesjährigen Feiertagen rund um das Osterfest ein buntes Angebot. Die drei Museen sind am Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Das Kunsthaus Meyenburg ist außerdem am Ostermontag von 10 bis 17 Uhr geöffnet und lädt mit der aktuellen Sonderausstellung „Der schöne Sensenmann – Der Tod in der Kunst“ zu einem Spaziergang durch 600 Jahre kunstgeschichtlicher Entwicklung rund um das Motiv des Sensenmannes ein. Die Ausstellung zeigt sowohl den personifizierten Tod, als Knochen- oder Sensenmann, wie er beispielsweise in den vielen „Totentanz-Darstellungen“ des 16. bis 20. Jahrhunderts den Betrachter zugleich verängstigt und fasziniert hat, als auch die Motive „Tod als Clown“, „Tod und Mädchen“ oder „Tod und Apokalypse“. Da die Darstellungen des Todes seit dem Mittelalter grundlegend auf der christlichen Ikonographie beruhen, wird – passend zur Osterzeit – natürlich auch die „Passion Christi“ in ihren unterschiedlichen Darstellungsformen gezeigt. Im Zentrum steht die Pietà (um 1480) aus der Werkstatt von Tilman Riemenschneider, die bereits seit 1882 im Besitz der Nordhäuser Museen ist und seit vielen Jahrzehnten Anziehungspunkt in der Ausstellung des Meyenburg-Museums war.

Das Vesperbild (Pietà) ist die sogenannte Marienklage und stellt die trauernde Mutter Maria mit dem Leichnam Christi auf dem Schoß dar. Es dient der Verkörperung des Mutterschmerzes. Die ältesten bildlichen Darstellungen stammen aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Die Pietà zählt zu den bekanntesten ikonographischen Darstellungen des Mittelalters, deren häufigste Verbreitung sogar auf fränkisch-thüringischen Gebiet war.

Unser stadthistorisches Museum Flohburg präsentiert die beeindruckende Sonderausstelllung „Lebe wohl Heimat – Amerika ruft“.

Die erfolgreiche, von Presse, Funk und Fernsehen viel beachtete Schau lädt auch zu Ostern zu einem lohnenswerten Besuch ein. Hier wird das Schicksal vieler tausender Thüringer Auswanderer nach Amerika vor über 300 Jahren an Einzelschicksalen lebendig beleuchtet. Wussten Sie, dass ebenfalls Nordhäuser ihr Glück in der Neuen Welt suchten? Wie viele es waren, erfahren Sie in der Ausstellung. Von Gymnasialschülern aus Bad Langensalza gemacht, ist diese Ausstellung gerade für Schüler der oberen Klassenstufen ein spannendes Ziel in den Osterferien. Sogar ein Dokumentarfilm gibt einen anschaulichen Überblick zu diesem Thema.

Ab Karfreitag ist auch die Kabinett-Ausstellung „Nordhausen auf Leinwand“ im Grünen Salon geöffnet, die malerische gemalte Blicke auf das historische Nordhausen ermöglicht.

Die Dauerausstellung lädt große und kleine Besucher in das stadthistorische Museum zu einem Rundgang durch die vielfältige Stadtgeschichte ein. Von den frühesten archäologischen Funden, den Stadtsymbolen – wie z.B. dem Aar – über Münzen und Schwerter aus dem 17. Und 18. Jahrhundert bis zur jüngsten Vergangenheit – z.B. den „Jesuslatschen“ und dem Pionierhalstuch aus der DDR-Zeit – gibt es in den Vitrinen viel zu sehen. Besonders die vielen zu öffnenden Schubladen und Schranktüren laden zum Stöbern und entdecken ein!

Das Museum Tabakspeicher bietet an den Feiertagen nicht nur einen vielseitigen Einblick in die Nordhäuser handwerks- und industriegeschichtliche Sammlung, sondern lädt auch in die Sonderausstellung „Die Wünschelrute – Ein Erbe der Weltkultur“ ein.

Was gibt es Schöneres zu Ostern, als den Brauch bunte Eier zu suchen?

Im Museum Tabakspeicher kann man sogar einen kleinen Schatz finden, am Pendeltisch Platz nehmen oder mit auf eine Wünschelruten-Teststrecke gehen. Auch viel Skurriles mit Wünschelrute und Pendel ist zu erfahren. Egal wie, Eintauchen in die Geschichte und Mythologie der Wünschelrute ist garantiert.

(Eintritt: 5 €, ermäßigt, 3 €, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt)

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