Versengold fragen: „Was kost die Welt?“

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Angefangen hat alles so um das Jahr 2003 im Heimatort von Sänger Malte Hoyer, Osterholz-Scharmbeck in der Nähe von Bremen, als er mit ein paar Freunden mehr oder weniger aus Spaß die Band Versengold gründete.
Ihre ersten Auftritte absolvierte das munter musizierende Grüppchen, dann wie so manch andere Band der Folk- und Mittelalterszene auch, auf Märkten und Mittelalterfesten.
Recht schnell wurde aus dem Geheimtipp, ein ernstzunehmender Act mit wachsender Anhängerschaft.
Mittlerweile ist das schon Geschichte Versengold sind ein gerngesehener Gast auf diversen Festivals oder auch in verschiedenen TV Sendungen und auch ihre Konzerte sind mehr als gut besucht.
Das verwundert auch nicht, denn mit ihrer bunten Mischung aus Folk, mittelalterlich angehauchten tanzbaren Partysongs und Trinkliedern, aber genauso mit ruhigen Balladen und teils gesellschaftskritischen Texten, begeistern sie ihre treue Fangemeinde.

Mit „Was kost die Welt“ veröffentlichen VERSENGOLD ihr mittlerweile zehntes Studioalbum.
Ganz in Versengold-Manier lässt die Band es sich nicht nehmen, bereits im Albumtitel Bezug zu einem der beherrschenden Themen der Gegenwart herzustellen – dem menschlichen Umgang mit den begrenzten Ressourcen dieser Welt.

Die 6-köpfige Band knüpft damit nahtlos an letztes Album „Nordlicht“ aus dem Jahr 2019 an, dass mit dem Hit „Thekenmädchen“ für Aufsehen sorgte.

„Thekenmädchen“ erreichte als bisher erfolgreichste Versengold-Single über 11 Millionen Aufrufe bei YouTube.
Mit „Was kost die Welt“ möchte die Band ihrer eigenen Erfolgsgeschichte nun ein weiteres Kapitel hinzugefügen.
Bereits die erste Single „Bella schau (mit mir in die Sterne)“, zeigt das Versengold die Zeit der Pandemie und der fehlenden Auftritte gut genutzt haben.
Das Stück wirft einen Blick voller Ironie und mit ihrem bandtypischen Humor auf das weit verbreitete Phänomenen Astrologie und der Horoskope.
„Im Zeitalter der Dating-Apps ist der Kompatibilitätscheck potenzieller Partner oft nur einen Klick auf einschlägige Horoskop-Seiten entfernt“, so Sänger und Texter Malte Hoyer über die Inspiration zum Song.
„So ziemlich jeder hat schon, mehr oder weniger verschämt, einen heimlichen Blick auf die angeblichen Wechselwirkungen verschiedener Sternzeichen oder ihrer Aszendenten geworfen…“

Die durchaus auch selbstkritische Beobachtung eigenen Verhaltens bei der Partnersuche führt dabei nie ins Überhebliche, stets hat man zu Recht das Gefühl einem Sänger zuzuhören, der es auf intelligente Art und Weise versteht, über sich selbst und den eigenen Aberglauben zu schmunzeln.
Auf diesem Wege gelingt es Hoyer, Anekdoten zu platzieren, die auch überzeugten Astrologinnen ein wohlwollendes Schmunzeln entlocken dürften.

Musikalisch präsentiert sich der Titel so wie auch die anderen eingängigen Songs des 12 Titel umfassenden Albums musikalisch vielschichtig über Mittelalter, Shanty, handgemachten Rock bis hin zum Kneipenschlager, das Ganze mit viel mitreißenden Schwung mal mit viel Humor und Augenzwinkern, aber durchaus auch mit ernsten Themen.
So verschließen Versengold auch nicht die Augen vor aktuellen Themen wie beim Titelstück „Was kost die Welt“ , um einfach mal klar zustellen wir haben keine zweite Welt im Keller.
Oder machen Mut wie bei „Augen auf und durch (Gib nicht auf)“, ein Stück das beschreibt wie es ist, wenn man sich selbst mal wieder aufgegeben hat und nach dem Mut zum Weitermachen sucht und voller Selbstzweifel ist und einfach nur Worte und Mut braucht wie: Gib nicht auf!

Mit anderen Worten die Band hat nicht nur Spaß im Kopf und Ironie, sondern hat auch absolut was zu sagen.
Musikalisch und textlich stellen Versengold hier ihre ernorme Bandbreite unter Beweis, die ein Publikum vom Wacken Open Air über den ZDF Fernsehgarten bis hin zur Silbereisen Schlager Show zu begeistern und in den Bann zu ziehen weiß.
Mit anderen Worten eine Scheibe die Spaß macht, aber auch zuhören lässt!

Foto + Text Stefan Peter

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