Veranstaltungen zu den 26. Tagen der Jüdisch-Israelischen Kultur in Sondershausen

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Folgende Veranstaltungen erwarten Sie:

– Do, 8.11.,14 Uhr, Mikwe,
Treffpunkt: Galerie am Schlossberg/Eingang ›Am Durchbruch‹
Führung zum mittelalterlichen Ritualbad der Sondershäuser Juden
(Eintritt frei, Veranstalter: Stadt Sondershausen)

– Fr, 9.11., 11 Uhr, Jüdischer Friedhof
Veranstaltung zum Reichspogromgedenken
(Veranstalter: Stadt Sondershausen)

– Sa, 10.11.18, 14 Uhr, Stadtrundgang,
Treffpunkt: Galerie am Schlossberg, Eingang Bebrastraße.
Jüdische Nachbarn. Stolpersteine in der
Sondershäuser Innenstadt
(Eintritt frei, Veranstalter: Stadt Sondershausen)

– Sa, 10.11.18, 18 Uhr, Haus der Kunst
Gedenkkonzert zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht mit dem Loh-Orchester Sondershausen
Musikalische Leitung: GMD Michael Helmrath
Prokofjew – Ouvertüre über Hebräische Themen
Yusupow – »Images of the soul« – Konzert für 2 Klarinetten und Orchester
Schostakowitsch – Kammersinfonie für Streichorchester nach dem Streichquartett Nr. 8
Beethoven – Fantasie für Klavier, Chor und Orchester c-moll
(Veranstalter: Theater Nordhausen, Loh-Orchester Sondershausen)

– So, 11.11., 11 Uhr, Marstall
Lieddisch in den Winter – Brunch mit Musik
Noga-Sarai Bruckstein – Violine
Shulamit Lubowska – Gesang
Unter dem Titel ›Lieddisch in den Winter‹ stehen synagogale Gesänge sowie jiddische, hebräische und russische Lieder auf dem Programm. Noga-Sarai Bruckstein und Shulamit Lubowska sind Studentinnen der Kantorenausbildung am Abraham Geiger Kolleg Berlin.
Eintritt 22 €, Kinder bis 14 Jahre 20 €,
Kinder bis 7 Jahre frei; inklusive Buffet
Konzertkarte ohne Buffet 7 €
Reservierung: Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen, Telefon 03632 / 666280, info@landesmusikakademie-sondershausen.de, Reservierung bis: 09.11.2018
(Veranstalter: Landesmusikakademie Sondershausen)

– So, 11.11.18, 14 Uhr, Jüdischer Friedhof,
Treffpunkt: am oberen Ende der Possenallee (Forstamt)
Steine, Namen, Lebenswege.
Ein Rundgang über den Jüdischen Friedhof von Sondershausen
Hinweis: Männliche erwachsene Besucher werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen. Eintritt frei (Veranstalter: Stadt Sondershausen)

– Di, 13.11., 18.30 Uhr, Bürgerzentrum Cruciskirche
Die Einsamkeit Israels – Über die Existenzbedingungen des jüdischen Staates und die iranische Bedrohung
Vortrag von Dr. Stephan Grigat, Universität Wien in der Vortragsreihe ›70 Jahre Israel‹
In der deutschen Nahost-Diskussion trifft man immer wieder auf die Behauptung, der Antisemitismus in den arabischen und islamischen Ländern sei ein ›Resultat‹ des Nahost-Konflikts. Der Vortrag will hingegen verdeutlichen, inwiefern der arabische und islamische Antisemitismus eine der zentralen ›Ursachen‹ dieses Konfliktes ist, dessen Verlauf maßgeblich bestimmt hat und bis heute prägt. Ebenso wird es um die Konfrontation Israels mit dem iranischen Regime und der Hisbollah vor dem Hintergrund des mittlerweile von den USA aufgekündigten Atomabkommens gehen. Wie kann es zu einer Verbesserung der Situation für alle Menschen im Nahen Osten kommen?

– Fr, 16.11., 19 Uhr, Riesensaal im Schloss
Juden in der islamischen Welt.
Musik und Diskurs
Sephardische Lieder von Alberto Hemsi
Im März 1932 fand in Kairo eine Konferenz über arabische Musik statt. Eingeladen wurden bedeutende Komponisten wie Paul Hindemith, Béla Bartók, Egon Wellesz, aber auch ein einheimischer, ägyptischer Komponist, der sich um eine Synthese traditioneller nahöstlicher Musik mit westlicher Kunstmusik bemühte: Alberto Hemsi (1898–1975).

Hemsi wurde in einer jüdischen Familie in der Nähe von Smyrna (heute: Izmir) in der Türkei geboren. Nach seinen Studien an der Société Musicale Israélite in Izmir und am Konservatorium in Mailand lebte er in Ägypten. Hemsi verarbeitet in seinen Werken Elemente arabischer, türkischer, armenischer und jüdischer Musik. Er war anscheinend der erste Musiker, der sich ethnologisch und künstlerisch mit der Musik sephardischer Juden beschäftigte. Sein Lebenswerk ist eine Sammlung aus zehn Heften ›Coplas sefardies‹ (Sephardische Lieder, 1932–1973) mit sechzig Kompositionen für Gesang und Klavier. 1957 musste Hemsi Ägypten verlassen, 1975 verstarb er in Frankreich in völliger Vergessenheit.

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