Unsichere Zukfunft für Luchse

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Jena – Heute hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) die aktuellen Zahlen aus dem bundesweiten Monitoringjahr 2018/19 vorgelegt. Der nachgewiese Mindestbestand liegt in zehn Bundesländern bei 137 Luchsen. „Erstmals wurde im Monitoringjahr 2018/19 auch ein standorttreues Luchsmännchen im Thüringer Wald mit unserer Hilfe nachgewiesen“, sagt Silvester Tamás, Koordinator des Luchsprojektes beim NABU Thüringen. „Leider ist die Anzahl der Luchsweibchen mit Nachwuchs in Deutschland immer noch sehr gering. Zusätzlich sind Luchse durch die Zerschneidung von Lebensräumen sowie durch den Verkehr weiterhin stark gefährdet bei uns.“ Die BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel sagt sogar: „Der Erhalt der Population kann nicht als gesichert gelten.“

Aus Sicht des NABU ist es deshalb dringend notwendig, dass mit Hilfe der Politik Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Lebensraumvernetzung für wildlebende Tierarten zu verbessern. „Wenn wir wollen, dass Luchse nicht nur in Nationalparks künstlich am Leben erhalten werden, dann müssen wir jetzt handeln und den Straßenverkehr durch Tempolimits und Querungshilfen weiter entschärfen. Allein im Monitoringzeitraum 2018/19 starben acht Luchse im Straßenverkehr. Das sind acht Luchse zu viel“, erklärt Silvester Tamás. „Wir müssen dringend handeln wenn die schönen Pinselohren wieder natürlicher Bestandteil unserer Wälder werden sollen.“

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