Um Europe League-Platz energisch kämpfen

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Die Liga tritt in ihre entscheidende Phase. An der Spitze ist die Entscheidung wohl am Mittwoch endgültig zu Gunsten des BVB gefallen. Borussia 09 Dortmund wird zum ersten Mal und hochverdient Deutscher Meister. Dabei hatte das Spitzenspiel durchaus spannende Momente, kein Wunder, trafen doch die besten Spielerinnen der Deutschen Handball Bundesliga der Frauen aufeinander. Der Blick des THC geht in dieser Saison in Richtung Verfolger des Spitzenduos und da erwartet der Thüringer HC, am Samstag, den 3. April um 18:00 Uhr, den TuS Metzingen in der Salza-Halle.

Rückblick:
Hatte der THC in der Vorrunde bereits 13 Minuspunkte, so war der Start in die Rückrunde viel erfolgreicher und das bei einer deutlich schlechteren Personaldecke. Die Leistungskurve war von vielen auf und Abs gekennzeichnet, aber die Erfolgsspur ging weiter nach oben. Der THC steht auf Platz fünf und hat noch zwei Punkte Rückstand zu Platz drei. Bei einem Vier-Tore-Sieg gegen Metzingen könnte man schon auf Platz vier vorspringen. Herbert Müller hat gerade noch acht etatmäßige Feldspielerinnen. Im Rückraum auf jeder Position mit Marketa Jerabkova, Kerstin Kündig und Asli Iskit nur eine einzige und nimmt nun die Juniorinnen aus der THC-Zweiten mit ins Spiel, um wenigstens für ein wenig Entlastung sorgen zu können. Im letzten Spiel gegen Göppingen bedankten sich Lucie Gündel und Jolina Huhnstock schon mal mit Bundesligatoren. Überhaupt sah das Spiel gegen die wieder erstarkten Göppinger Frisch Auf-Frauen recht rund und gefällig aus. Souverän wurden die eigenen Stärken ausgespielt, der Gegner beherrscht und klar bezwungen. So konnte sich Trainer Herbert Müller nach dem Spiel über einen rundum gelungenen Auftritt seiner Mannschaft freuen. „Mir haben Schnelligkeit und Konstanz schon in Halbzeit eins sehr viel Freude gemacht. Die Vorentscheidung war da schon gefallen, bedingt durch eine gute Marie Skurtveit Davidsen im Tor und eine sehr stabile Deckung, die kaum etwas zugelassen hat. In der zweiten Halbzeit haben wir dem Gegner, der noch einmal alles versucht hatte, Paroli geboten, und wir konnten einiges testen. Die Mannschaft hat sich im Angriff sehr gut bewegt, hat sich freie Chancen herausgespielt und die Abschlüsse gut gefunden. Unterm Strich ein hochverdienter, sehr schön herausgespielter Sieg“, lautete sein positives Resümee. Neun Spiele in der Rückrunde, davon acht gewonnen, nur in Blomberg-Lippe knapp verloren.

Zum Spiel:
Nun kommt es ganz dick: TuS Metzingen, Borussia 09 Dortmund, Neckarsulmer Sport Union. Da wären vier Punkte schon ein riesiger Erfolg. Am Mittwoch hat es Bayer 04 Leverkusen vorgemacht, wie man gegen Metzingen punkten kann und dem hohen Favoriten ein Unentschieden abgetrotzt. Der Gegner ist auf allen Positionen stark besetzt. Neben Marlene Zapf und Maren Weigel, die in der deutschen Nationalmannschaft spielen, haben sie zahlreiche internationale Akteurinnen in ihren Reihen. So können wir uns auf ein Wiedersehen mit der Südtirolerin Anika Niederwieser freuen, die uns beim THC viel Freude gemacht hat. An eine Rückkehr der Fans in die Hallen ist bei der derzeitigen Corona-Lage bis zum Saisonende kaum zu denken. Ohne die „Rote Wand“ im Rücken wird es schwer, sich im Heimspiel zu behaupten. Die Mannschaft wird kämpfen, eine Jede muss auf ihrer Position in diesem Spiel ihr Bestes geben. Noch ist alles drin. Zwar ist die Meisterschaft entschieden, aber im Abstiegskampf geht es noch darum, ob Frisch Auf Göppingen oder die Handball Luchse Buchholz 08/Rosengarten auf dem Relegationsplatz 13 landen. Beide treffen am Samstag in Göppingen aufeinander. Die eigentliche Spannung liegt vom 25. bis zum 30. Spieltag im Ringen um die Europe League-Plätze und da duellieren sich die HSG Blomberg-Lippe, TuS Metzingen und die Neckarsulmer Sport Union mit dem THC um die drei begehrten Plätze. Blomberg hat gute Aussichten, sich im OLYMP FINAL4 um den DHB-Pokal für Europa zu qualifizieren, dann blieben für die anderen drei Bewerber noch zwei freie Plätze. Ganz gute Aussichten für die Thüringerinnen, wenn, ja wenn man in den kommenden Spielen etwas Zählbares gewinnen kann. Genug der Rechnerei. Am Samstag geht es noch einmal in ein Endspiel, Spannung pur ist also zu erwarten.

Zum Kader:
Mit dem Saisonaus von Beate Scheffknecht und der erneuten Verletzung von Ina Großmann ist der THC-Kader auf acht Feldspielerinnen geschrumpft. Wie bereits in Göppingen werden sowohl Jolina Huhnstock, die schon seit einiger Zeit im Kader steht, wie auch Lucie Gündel und Nele Weyh das Team ergänzen. Herbert Müller hat keine andere Wahl – Jugend auf die Platte. Diese kann sich dann schon mal mit guten Leistungen empfehlen.

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