Um die letzte Chance kämpfen

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Nach dem bravourösen Auftritt in Györ, wo der Thüringer HC gegen den Titelverteidiger auf Augenhöhe gespielt hat, kommt es nun zum vorentscheidenden EHF Champions League-Spiel.

Zum Rückblick:
Herbert Müller ist „mega-stolz auf die Frauen, die in Györ bei der mit Abstand besten Mannschaft der Welt ein ganz couragiertes Spiel abgeliefert haben. Wenn wir so ein Level konstant erreichen könnten, dann haben wir ganz viel erreicht, mit einer so jungen Mannschaft“, lautet sein Fazit. Die Mannschaft hat in der letzten Woche dabei nur auf sich selbst geschaut und ganz konzentriert daran gearbeitet, die notwendige internationale Härte für sich selbst zu verinnerlichen, um sich in einem eigentlich aussichtslosen Match zu wehren. Das ist dem Team überzeugend und anschaulich gelungen. Herbert Müller hatte versprochen, dort zu zeigen, „dass wir schnell lernen können“. Dass dieser Lernprozess in einer solchen Demonstration eigener Stärke rüberkam, die einen übermächtigen Gegner fast zum Straucheln brachte, hat höchste Anerkennung verdient. Diese wurde dem Team und dem Trainer vor allem vom Gegner, aber auch aus halb Europa, gezollt. Györ wurde nach eigener Bewertung erstmals voll gefordert und man bedankte sich für dieses intensive Spiel auf hohem Niveau gegen den Thüringer HC. Schade nur, dass in der Schlussphase beim 26:26, mit dem Strafwurf und der Zwei-Minutenstrafe gegen Iveta Luzumova, eine klare Fehlentscheidung das Spiel in eine Bahn gelenkt hat, wo die Gastgeberinnen ihre ganze Routine nutzten, um als knapper Sieger vom Feld zu gehen. Trotzdem hat das Spiel bei der Mannschaft für ganz viel Selbstbewusstsein auf der langen Heimreise gesorgt. Herbert Müller hebt mahnend den Finger, „Es darf nun aber nicht nur ein Strohfeuer gewesen sein“.

Zum Spiel:
Gestärkt durch das gute Spiel beim Gruppenersten, will man die von Podravka Vegeta in Nordhausen gezeigte Härte, „die um einiges brutaler und anders ist, als Györ sie spielt“ annehmen und darauf Antworten haben. Am Samstag früh, um 04:30 Uhr geht es wieder auf eine 11-12 Stunden lange Busreise und noch am Abend ist in Koprivnica das Abschlusstraining.
Gegen RK Podravka Vegeta, muss der THC gewinnen, wenn die Mannschaft die letzte Chance nutzen will, mit einem Heimsieg im letzten Gruppenspiel gegen Krim Mercator in die Hauptrunde einzuziehen. Podravka Vegeta hat aktuell drei Punkte auf dem Konto, der THC noch null. Die Thüringerinnen stehen unter Druck und müssen beide anstehenden Gruppenspiele gewinnen. Krim Mercator ist Platz Zwei nicht mehr zu nehmen, aber Podravka Vegeta kann noch von Platz drei verdrängt werden, wenn diese ihr letztes Gruppenspiel in Györ erwartungsgemäß verlieren sollten.
Nach dem Spiel am Sonntag wird der Thüringer HC die Heimreise antreten. Bereits am Mittwoch wartet mit dem BVB Dortmund eine schwere Aufgabe in der Bundesliga auf die Mannschaft.

Zum Kader:
Iveta Luzumova liegt mit Grippe im Bett und trainiert gerade nicht mit, auch andere Spielerinnen haben Schnupfen und erste Grippesymptome, wie das im November eben mal üblich ist. Krisztina Triscuk hat noch Probleme nach einem derben Schlag auf den Kopf. „In so einer hohen Belastungsphase nehmen die Schmerzen zu.“, so Herbert Müller.

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