U.D.O. starten mit „Game Over“ in die Zukunft

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Es ist unbestritten: kaum jemand ist weltweit in Sachen Metal Made in Germany so erfolgreich und gleichzeitig so sympathisch und bodenständig geblieben wie er – Udo Dirkschneider.
Mit 69 Jahren, in einem Alter wo andere schon locker ihre Rente genießen, rockt er immer noch laut, singt voller Inbrunst, presst und quietscht und das Ganze immer mit einer Botschaft unterlegt, das es für jedem Hardtrock – und Metalfan nur so eine Freude ist.

Über 45 Jahre ist er nun seit den frühen 80ern unterwegs auf den Bühnen dieser Welt.
Angefangen hat er mit ACCEPT, gründete schließlich U.D.O., sorgte mit dem Projekt DIRKSCHEIDER und auch mit der Old Gang für Aufsehen und ist mittlerweile auch wenn er es selbst gar nicht so gerne hört zu einer echten Rocklegende geworden.
Und ans Aufhören denkt der leidenschaftliche Musiker noch lange nicht und trotz Pandemie ließen sich U.D.O. nicht unterkriegen, sondern arbeiteten ganz im Gegenteil fleißig an neuen Songs, die nicht nur ordentlich rocken und die so manchen Metal -und
Hardrockbegeisterten, die die alte Schule des Stormgitarrensounds noch zu schätzen
wissen, ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

„Game Over!“ so der Name des neuen Werks – Die Aussage dahinter hat vielerlei zu bedeuten.
Eines wird aber beim Hören der Songs sofort klar: U.D.O. machen keine halben Sachen und hauen voll auf die Zwölf.
Durch hunderte von Shows weltweit, bis hin in die entlegendsten Gebiete Russlands oder Südamerikas, eng zusammengeschweißt ist die Band ein gut eingespieltes Team an Vollblutmusikern und Freunden. Jeder von ihnen weiß genau, wo er sich in die Note des anderen perfekt einfügen kann.
Und warum „Game Over“? Udo Dirkschneider schlägt auf dem Werk kritische Töne an. Schönmalerei ist nicht sein Ding. „Wenn die Menschheit in einigen Dingen nicht umdenkt, könnte das drastische Folgen haben.“
In „Kids And Guns“ geht es beispielsweise um den überhandnehmenden Waffenbesitz in den USA und die damit verbundenen Schießereien, die auch vor Schulen und Minderjährigen keinen Halt machen.
Keine Frage – Udo Dirkschneider ist ein Kosmopolit, der in der Welt zuhause ist und sie immer in ihrer Gesamtheit sieht. „Game Over“ ist schon alleine deshalb einmal mehr ein international klingendes Werk mit Größe geworden.
Mit viel musikalischer Leidenschaft untermalt er mit seinen Mitstreitern sämtliche Stücke mit vielseitigen Sounds und einem vollendetem Metal-Spirit.
Getragen wird das Ganze natürlich von Udo Dirkscheiders unverwechselbarer Stimme, mit der er mal laut kreischend, aber auch mal sanft und gefühlvoll, jeden seiner neuen Songs seinen ganz persönlichen Stempel aufdrückt und wieder einmal unüberhörbar klar stellt, das er noch lange nicht bereit ist für die „Rockerrente“.
Ganz im Gegenteil, der Mann weiß noch immer ganz genau, wo der Hammer hängt und was seine Fans hören wollen.
Songs wie „Metal Never Dies“, „Kids And Guns“ oder „Prophecy“ sind präzise, druckvoll, eingängig und kraftgeladen. Und sie sind vor allem eins keinem Trend oder Moden unterworfen -zeitlos.
„Alle Songs des Albums haben einen ausgeprägten eigenen Charakter, der heute genauso überzeugt, wie er das morgen tun wird“.

So rockt er ab dem ersten Ton beim Opener „Fear Detector“ des neuen Albums auch munter drauf los und verschließt in seinen Texten, (mal direkt aber auch ironisch), nicht die Augen vor der Gegenwart.
„Das Wichtigste, was wir tun können, ist es, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und nicht wegzusehen.“
Wobei auch immer wieder autobiografische Züge in seinen Songs, wie bei dem wunderbaren und dazu noch einzigen ruhigen und emotionalen Stück auf dem Album, „Dont wanne say goodbay“ einfließen.

Dies alles hat der Sänger zusammen nun mit seiner Band in traditionell-kraftvollen Heavy Metal Songs verarbeitet und mit einem zeitgemäßen Sound mit Einflüssen aus Udo’s 80iger Vergangenheit, Texten mit Aussage und Haltung in echten Kracher perfekt kombiniert.
So besticht das neue Werk „Game Over“ mit voller geballter Leidenschaft und ist dabei hörenswert, abwechslungsreich, erdig und ehrlich.

So bleibt nur zu sagen das hoffentlich für den „alten Haudegen“ des Metal Udo Dirkscheider und seiner Band noch lange kein „Game Over“ in Sicht ist und sie auch weiterhin mit kerniger Power die Bühnen dieser Welt rocken !

Text und Foto: Stefan Peter

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