Tiere kennen keine Zeitumstellung

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ADAC: Zeitumstellung erhöht Unfallgefahr

In der Nacht vom 31. März auf 1. April werden die Uhren wieder auf Sommerzeit gestellt. Jedoch hat dies für Rehe und Wildscheine keinerlei Wirkung, sie sind wie gewohnt in der Dämmerung unterwegs. Durch die Umstellung verlängert sich der Zeitraum, in dem Berufsverkehr und Morgendämmerung zusammen fallen und die Gefahr von Wildunfällen nimmt über Nacht rapide zu. Die Dämmerung ist eine Zeit, in der besonders viele Wildtiere unterwegs sind. Vor allem auf Landstraßen durch Wälder und durch Gebiete mit dichtem Randbewuchs ist das Fahren besonders kritisch.

Der ADAC rät, in dieser Zeit besonders vorausschauend und mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren. Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen, dazu: „Tiere kennen keine Zeitumstellung und auch keine Verkehrsregeln. Fahren Sie vorsichtig und mit reduzierter Geschwindigkeit und halten Sie immer rausreichend Abstand zum Vorausfahrenden.“

Befinden sich Tiere bereits auf der Straße, sollte versucht werden, diese durch Hupen von der Straße zu vertreiben. Das Aufblenden mit den Scheinwerfern bewirkt eher das Gegenteil. Das grelle Licht verwirrt die Tiere und nimmt ihnen jede Orientierungsmöglichkeit. Häufig bleiben sie einfach stehen. Wenn rechtzeitiges Bremsen nicht mehr möglich ist und ein Zusammenstoß unvermeidlich wird, sollte trotzdem versucht werden, die Geschwindigkeit zu reduzieren. In diesem Falle ist das Lenkrad kontrolliert zu halten und sehr kräftig in die Bremsen zu treten. Kommt es zu einem Unfall, ist die Unfallstelle abzusichern und die Polizei oder der Jagdpächter zu informieren.

„Für die Schadensregulierung mit der Versicherung ist eine Wildunfallbescheinigung notwendig. Diese wird von der Polizei oder dem Jagdpächter bereits am Unfallort ausgestellt und muss der Versicherung vorgelegt werden“, so Herda.

Übrigens: Verletzte oder tote Tiere dürfen nicht einfach mitgenommen werden. Wer so handelt riskiert eine Anzeige wegen Wilderei.

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