Thüringer HC trifft auf Titelverteidiger

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Bereits am Sonntag erwartet der Thüringer HC in Nordhausen den EHF Champions League-Titelverteidiger GYÖRI AUDI ETO KC. Das zehnte Pflichtspiel der Saison ist zugleich das leichteste Spiel der Saison, denn in einem Heimspiel gegen die weltbeste Frauenhandball Mannschaft erwartet niemand ein Wunder. Da sollten die THC-Frauen frei von jedem Druck aufspielen. Herbert Müller will sich einige Überraschungen für den Gegner einfallen lassen und freut sich gerade auf dieses Spiel.

Rückblick:
Wieder haben es sich die THC-Frauen selbst schwer gemacht. Am Ende war der 29:28-Auswärtssieg in Blomberg verdammt knapp, aber verdient, wie Herbert Müller feststellte. Dabei kamen die Thüringerinnen über 7:1, 11:4 und nach 20 Minuten mit 13:6 sehr gut ins Spiel. „Da haben wir eine Super Abwehr gespielt und in unserer typischen leichten Gangart schnelle Tore erzielt“, sagt Herbert Müller. Dann lässt man im Tempogegenstoß und an der Strafwurflinie vier todsichere Sachen liegen, Blomberg legt einen 4:0 – Lauf dagegen, und schon steht es nur noch 10:13 und 12:15 zur Halbzeit. „Wenn wir die reinmachen, erholt sich der Gegner nicht mehr,“ stellt Herbert Müller fest.
„Gefühlt hätte die Tordifferenz bei sieben bis acht liegen sollen.“ Dabei kam die Mannschaft hellwach aus der Kabine, legte erneut plus fünf Tore vor. In der 35. Minute steht es 13:18. Eine Serie mit vielen Fehlern und schlechter Würfe folgte. Damit macht man den Gegner stark und beim 21:22 war Blomberg dran. Die zweite Halbzeit entwickelte sich Kampfspiel. Der Trainer sieht positiv, dass da die Mannschaft nicht fällt, sondern immer wieder dagegenhält, trotz der aufgeheizten Stimmung in der Halle. Die THC-Mannschaft bewahrt einen kühlen Kopf und gewinnt so die wichtigen Auswärtspunkte.
„Das gehört zu dem Lernprozess, den die Mannschaft mit den jungen Spielerinnen, gerade auch in der Champions League durchmacht“, sagt Herbert Müller. Jetzt stehen 10:0 Punkte in der Bundesliga zu Buche und das ist super. Heute haben die Spielerinnen Zeit für die Regeneration, am Abend ist kein Training. Nachdem man erst um halb drei in der Nacht in Erfurt war, stehen die Frauen ab acht Uhr in den Schulen und machen „Schieris“ beim Drei-Felder-Ball-Turnier. „Auch das muss sein, wenn man junge Schüler für den Handballsport begeistern will“, meint Müller.

Zum Spiel:
Nach den zwei so gar nicht erwarteten Auftaktniederlagen in der EHF Champions League, kommt nun mit Györ die weltbeste Mannschaft nach Nordhausen. Herbert Müller fordert die Fans auf, alle in die Halle zu kommen, um sich das Spiel anzusehen. „Ich habe gar nichts dagegen, wenn die Fans dieses Mal nur wegen Györ kommen“, fügt er mit einem Lächeln dazu. Der zuletzt zweimalige Champions League Sieger, davor Sieger 2012/13 und 2013/14 ist den letzten 10 Jahren die weltbeste Mannschaft, schon 2008/09 stand man im Finale der Champions League, ist gegen den THC haushoher Favorit. Aber Herbert Müller meint, gerade deshalb wollen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden taktischen Mitteln dagegenhalten, damit es ein tolles Handballspiel wird. Wir werden kämpfen, gegen die Stars von Anita Görbicz (Welthandballerin 2005) bis Eduarda Amorin, über Nycke Groot, Stine Oftedal bis Veronica Kristiansen. Im Tor von Györ stehen gleich drei „Welttorhüterinnen“, ob Eva Kiss, die norwegische Weltmeisterin Kari Grimsbö oder die von Vardar nach Györ gewechselte Französin Amadine Lenaud – Weltmeisterin 2017, für Herbert Müller die derzeit weltbeste Torhüterin. Herbert Müller hat die EHF Champions League längst nicht aufgegeben, auch wenn in den nächsten zwei Spielen gegen Györi AUDI ETO KC wohl nichts Zählbares zu holen sein wird. Für Herbert Müller muss die Mannschaft durch diesen, wenn auch schmerzhaften, Lernprozess und trotzdem, auf dieses Spiel freut er sich ganz besonders.

Zum Kader:
Kristy Zimmermann hatte sich eine Zerrung zugezogen und konnte deshalb in Blomberg nicht spielen. Zum Glück ist es keine ernsthafte Muskelverletzung. Jana Krause kann in Nordhausen wieder dabei sein. Alicia Stolle konnte vor dem Blombergspiel nicht trainieren, wird aber gegen Györ dabei sein. Zum Glück kommt danach bis zum nächsten Bundesligaspiel eine „normale“ Woche, wo man die Blessuren ausheilen kann und wieder „normal“ trainiert werden kann.

Karten:
Es sind noch Karten in allen Kategorien an der Tageskasse erhältlich.

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