Thüringer HC: Schnell zusammenfinden und zwei Pflichtaufgaben lösen

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Nach der Weltmeisterschaftspause und dem Weihnachtsfest geht es vor dem Jahreswechsel mit zwei Spielen in der Bundesliga weiter. Der Thüringer HC trifft in der Riethsporthalle Erfurt am Freitag 27. Dezember, um 20 Uhr auf den Aufsteiger Kurpfalzbären Ketsch und am Sonntag, dem 29. Dezember, um 15 Uhr auf die HSG Bensheim/Auerbach. Herbert Müller betont, dass der THC in beiden Partien klarer Favorit ist und deshalb vier Punkte gefragt sind. „Angesichts der Tabellensituation darf sich die Mannschaft keinen weiteren Punktverlust erlauben. Insgesamt geht das Jahr 2019 mit der so ungemein knapp verpassten Meisterschaft, mit dem Pokalsieg und nunmehr mit der Überwinterung auf drei Hochzeiten in Ordnung. “. Die Mannschaft hat Großes geleistet und deshalb fordert Herbert Müller die Fans auf, „Kommt zahlreich in die Riethsporthalle und feuert die Mädels an. “. Nach der langen Pause sind auch bei den Fans die Spannung und die Wiedersehensfreude groß.

Rückblick:
Herbert Müller lobt die deutsche Frauennationalmannschaft, nach der herausragend gespielten Vorrunde bei der Weltmeisterschaft in Japan, „Wo man in einer Todesgruppe mit Weltmeister Frankreich, den Niederlanden, Brasilien, Südkorea und Australien auf Platz zwei mit drei Punkten in die Hauptrunde eingezogen war. Man hatte schon in der Vorrunde die Tür zum Halbfinale weit aufgestoßen, dann aber leider mit den Spielen gegen Südkorea und Serbien zwei Matchbälle liegen gelassen. Dann hat gegen Schweden neben der Kraft auch noch die Mentalität gefehlt“, analysierte Herbert Müller. Als einer der erfolgreichsten Trainer Deutschlands sieht Herbert Müller die Nationalmannschaft auf einem guten Weg, „In dem jungen Team steckt so viel Potenzial und es ist jammerschade, dass man durch eigene Fehler in den Spielen gegen Südkorea und Serbien nur an einem fehlenden Tor scheiterte, um sogar schon vorzeitig in das Halbfinale einzuziehen. So aber hat die Mannschaft dem späteren Weltmeister Niederlande den Weg geebnet.“ Trotzdem gratuliert Herbert Müller den niederländischen Spielerinnen herzlich zum erstmaligen Gewinn des Weltmeistertitels, insbesondere Danick Snelder und Martine Smeets, die einst beim THC spielten, aber auch allen anderen Bundesligaspielerinnen, die wir aus zahlreichen Spielen kennen.

Zum Spiel:
Die Weltmeisterschaft ist Geschichte, jetzt stehen zum Jahresausklang zwei wichtige Bundesligaspiele an, in denen der THC klarer Favorit ist. Die sieben WM-Teilnehmerinnen hatten frei, der Rest hat bis zum Samstag trainiert. Jetzt sind alle über Weihnachten bei ihren Familien. Schon am 25. Dezember steigen alle wieder in das Training ein, da muss sich die Mannschaft wieder zusammenfinden und auch am 2. Weihnachtsfeiertag wird trainiert. Das ist sehr wenig Zeit, um wieder den gewohnten Rhythmus zu finden. Die Mannschaft weiß, dass sie sich mit den beiden Niederlagen selbst in die Situation gebracht hat, jetzt jedes Spiel gewinnen zu müssen. Deshalb will Herbert Müller eine volle Halle sehen. Die Mannschaft braucht jetzt die Fans mehr denn je. Die Kurpfalz Bären stehen ebenso unter Zugzwang. Ketsch hat sich mit der Niederlage gegen den anderen Aufsteiger, FSV Mainz 05, in eine Zwangslage gebracht. „Der THC muss aber seine klare Favoritenrolle geltend machen, da darf die WM-Pause keine Rolle spielen“, sagt Herbert Müller.
Am Abend werden die Fans Gelegenheit haben, unserer Vizeweltmeisterin Almudena Rodriguez zu gratulieren. Dieser Titel ist schon eine große Überraschung, sodass es eine besondere Ehrung für die Spanierin geben wird.

Zwei Tage später, im Spiel gegen die HSG Bensheim/Auerbach, hat der THC eine Favoritenstellung. Die Ausgangslage ist dennoch schon eine andere. Bensheim/Auerbach ist längst in der Liga angekommen, spielt einen soliden Handball und ist immer gegen Spitzenteams für eine Überraschung gut. Dennoch betont Herbert Müller, dass beide Spiele von der Papierform her Pflichtspiele sind und die Punkte in Erfurt bleiben müssen. Herbert Müller freut sich auf das Empfangen der gesamten Mannschaft nach der langen Pause und den Übergang in das Jahr 2020. Noch tanzt der Thüringer HC auf drei Hochzeiten: beim Kampf um die deutsche Meisterschaft, im DHB-Pokal und in der Gruppenphase des EHF-Cups, die schon am 5. Januar auswärts bei DJK Banik Most beginnt.
Herzlich ist deshalb sein Dank am Ende des Pressegesprächs an alle Fans, an die Sponsoren und Unterstützer, an die vielen ehrenamtlichen Helfer und er wünscht allen „ein gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise ihrer Lieben und Familien“.

Zum Kader:
Die verletzte Josephine Huber fällt weiter aus. Sie absolviert sehr konzentriert ihre Reha und würde gern Ende Februar, sollte alles gut gehen, wieder zur Mannschaft stoßen. Leider hat sich Alicia Stolle im Spiel gegen Norwegen den Fuß verletzt und danach noch gegen Schweden gespielt. Das hat ihrem Fuß nicht gutgetan, sodass sie wahrscheinlich in den nächsten beiden Spielen nicht zum Einsatz kommt. Das letzte Wort sprechen die Ärzte und Herbert Müller will kein unnötiges Risiko eingehen. Fehlen wird zudem Mikaela Mässing, die nach der WM in Schweden am Knie operiert wurde. Sie wird wohl für vier, vielleicht sogar sechs Wochen pausieren müssen.

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