Thüringer Gemeinschaftsschule Greußen besucht

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Ihre Kooperation haben die Schulverwaltungen des Kyffhäuserkreises und des Landkreises Nordhausen jetzt mit einem Besuch in der Gemeinschaftsschule Greußen fortgesetzt. Eine Nordhäuser Delegation, darunter der für Schulen zuständige 1. Beigeordnete des Landkreises Stefan Nüßle, informierte sich bei Schulleiter Jürgen Ludwig über die Besonderheiten einer Gemeinschaftsschule nach dem Thüringer Modell. Der Schulleiter präsentierte gleichermaßen das neugebaute und erst Ende vergangenen Jahres eröffnete Schulgebäude. Gerade im ländlichen Raum biete das Modell der Gemeinschaftsschule durch das längere gemeinsame Lernen und die erst späte klassenweise Differenzierung nach Haupt-, Regelschule und Gymnasium viele Vorteile für den Erhalt eines möglichst breit gefächerten Bildungsangebotes, so Jürgen Ludwig. Im Idealfall ist wie am Greußener Beispiel die Grundschule auch noch baulich integriert. So kann der Übergang nach der vierten Klasse besonders harmonisch gestaltet werden und die Schüler lernen von Anfang an das gemeinsame Lernen in einem Schulkomplex kennen. „Die Thüringer Gemeinschaftsschule stellt eine interessante Option dar, abseits der Ballungszentren Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit vielfältiger Bildungsabschlüsse zu bieten. Wenn dann wie in Greußen die Umstellung mit einem Schulneubau verknüpft wird, können sehr gute Lehr- und Lernbedingungen erreicht werden“, so Stefan Nüßle. Hans-Georg Müller, Leiter der Schulverwaltung im Nordhäuser Landratsamt, ergänzt: „Die Umsetzung des längeren gemeinsamen Lernens erfordert eine Weiterentwicklung des Unterrichts sowie erweiterte räumliche Strukturen. Dies sind ideale Voraussetzungen zur erfolgreichen Integration der Digitalisierung des Lehrens und Lernens und damit der Umsetzung neuer Unterrichtsformen. Hier in Greußen sind ideale technische Bedingungen zur weiteren pädagogischen Anwendung geschaffen worden.“ Ob die Etablierung einer Gemeinschaftsschule auch im Landkreis Nordhausen sinnvoll ist, ist derzeit völlig offen. Organisiert wurde der Informations- und Erfahrungsaustausch in Greußen im Rahmen des Projekts „Bildung integriert“, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Europäische Sozialfond im Landkreis Nordhausen fördern.

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