THC: Vier Punkte sind das Ziel

0

Zwei Spiele muss der Thüringer HC innerhalb von drei Tagen absolvieren. Am Freitag, den 31.01.2020 um 18 Uhr, spielt der THC auswärts in der Ostermann-Arena gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen in der Handball Bundesliga. In der Nordhäuser Wiedigsburghalle ist der Thüringer HC am Sonntag, 02.02.2020 um 14 Uhr, Gastgeber gegen EHF Cup-Gruppengegner DHK Banik Most.

Rückblick:
Wenn Herbert Müller auf den vergangenen Sonntag zurückschaut, ist er sehr stolz auf seine Mannschaft. Diese schaffte es, innerhalb einer Woche gleich zweimal gegen die ungarische Spitzenmannschaft DVSC Schaeffler zu gewinnen und vorzeitig, nach vier Spieltagen, ins Viertelfinale des EHF Cup einzuziehen. „Das war ein sehr intensives und schnelles Spiel auf höchsten Niveau, das fast schon Champions League Charakter hatte.“, bilanziert der THC-Coach. Er ist froh, dass die Mannschaft in der entscheidenden Phase die Nerven behielt und wenige Minuten vor Spielende einen 21:23-Rückstand zum 26:23 Sieg umkehren konnte.
Die harten englischen Wochen fordern ihren Tribut, die Mannschaft ist hoch belastet, was das Immunsystem schwächt. Dadurch sind viele Spielerinnen grippal angeschlagen, was ein Training in dieser Woche kaum möglich machte.

„Gestern nach der Videobesprechung musst das Training sogar so gut wie ganz ausfallen, da beide Torhüterinnen durch Verletzung und Krankheit ausgefallen sind und auch mit sechs Feldspielerinnen macht das Training kaum Sinn.“

Zum Bundesligaspiel:
Durch das mangelnde Training in dieser Woche kann von einer gezielten Spielvorbereitung keine Rede sein. Die schwierigen Trainingsbedingungen sollen keine Entschuldigung sein, denn die zwei Punkt müssen geholt werden. Die Mannschaft muss im morgigen TV-Duell in Leverkusen, Eurosport überträgt live im Free-TV, besonders vorsichtig sein. „Wir dürfen uns in der Bundesliga jetzt keine Blöße geben und müssen gewinnen. Nur mit den zwei Punkten können wir im Dreikampf zusammen mit Bietigheim und Dortmund noch weiter um die Meisterschaft mitspielen.“, mahnt Herbert Müller.

Mit dem TSV Bayer 04 Leverkusen trifft der Thüringer HC auf eine junge und ausgeglichene Mannschaft, die jedem Gegner in der Bundesliga ein Bein stellen kann. „Wir müssen daher eine aggressive und kompakte Deckung stellen, damit wir unser schnelles Spiel spielen können. Zudem müssen wir jetzt all unsere Kräfte bündeln und eventuell auch über diese hinausgehen, um zu gewinnen“ fordert der Chefcoach von seiner Mannschaft. Leverkusen hingegen setze einen Impuls nach dem knappen 26:25-Sieg gegen den VfL Oldenburg, bei dem viele junge Spielerinnen ihre Einsatzzeiten erhalten haben. Solche knappen Siege kann der morgige Gastgeber mehrfach in dieser Saison vorweisen. Gegen Frisch Auf Göppingen trennte man sich 29:28, die Vipers wurden 25:24 geschlagen. Genauso knapp, mit 24:25 zog der TSV gegen Metzingen den kürzeren. Aktuell liegt die Mannschaft vom Rhein auf den sechsten Tabellenplatz. Herbert Müller freut sich mit Blick auf das morgige Spiel auf ein Wiedersehen mit vielen Bekannten. Mit Renate Wolf trifft er eine Wegbegleiterin auf der Trainerposition, die mittlerweile ein Urgestein im deutschen Frauenhandball ist. Zudem freut er sich auf das Wiedersehen mit dem ehemaligen Nationaltrainer Michael Biegler. Renate Wolf und Michael Biegler haben im Dezember die Mannschaft übernommen, nachdem der Vertrag von Robert Nijdam beendet wurde. Ein weiteres Wiedersehen, auf das sich Herbert Müller sehr freut, steht mit der ehemaligen THC-Spielerin Svenja Huber an, die seit dieser Saison bei den Werkselfen spielt.

Zum EHF Cup-Spiel:
Wenn der THC seine Pflichtaufgabe am Freitag in der Bundesliga bestritten hat, folgt am Sonntag in der Nordhäuser Wiedigsburghalle schon das nächste Highlight. Die Thüringerinnen treffen im letzten Heimspiel der Gruppenphase um den EHF-Cup auf DHK Banik Most „Mit Most kommt eine Mannschaft nach Nordhausen, die wir sehr gut kennen und zu der wir ein freundschaftliches Verhältnis pflegen.“. Der tschechische Meister stellt eine junge Mannschaft, die einen leidenschaftlichen und schnellen Handball spielt. Um dem entgegenzuwirken, müssen die Thüringerinnen ein starkes Rückzugsverhalten an den Tag legen und körperlich kompakt stehen, damit die eigenen Stärken ausgespielt werden können. Der THC geht als Favorit in das Spiel und will dieser Rolle gerecht werden. Die Tschechen stehen bisher ohne Sieg auf dem letzten Tabellenplatz und haben theoretisch keine Chance mehr auf den Einzug ins Viertelfinale. Herbert Müller möchte den Spielerinnen mehr Spielzeiten geben, die bis jetzt nicht so oft zum Einsatz kamen. Mikaela Messing soll nach ihrer Knie-OP langsam ins Spiel zurückkehren.
Herbert Müller formuliert das Ziel für dieses Spiel und das Wochenende deutlich „Wir wollen uns jetzt nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen und auch daheim gegen Most die zwei Punkte holen. Am Ende dieses ereignisreichen Wochenendes hätte ich gerne vier Punkte geholt.“

Zum Kader:
Iveta Koresova, Marie Skurtveit Davidsen und Josefine Huber fehlen weiterhin.

————————————————————–

Weitere Informationen unter:
http://www.thueringer-hc.de
und
http://www.twitter.com/ThueringerHC

Teilen

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*