THC unterliegt Vipers Kristiansand

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Der Thüringer HC schafft in Norwegen keine Überraschung und unterliegt den Vipers Kristiansand mit 24:31 (12:16). Im vierten Spiel innerhalb von elf Tagen mit einer Besetzung von nur acht Feldspielerinnen dominierten die Türingerinnen bis zur 20. Minute die Partie, mussten dann aber die routinierten Gastgeberinnen davon ziehen lassen. Katrin Lunde im Tor der Vipers war die überragende Spielerin der Partie – bei den Feldspielerinnen zeichnete sich Jeanett Kristiansen mit zehn Treffern aus. Für den Thüringer HC warfen Meike Schmelzer und Iveta Luzumova (je 6 Treffer) die meisten Tore.

Der THC startete mit dem Anwurf ins Spiel und Emily Bölk verwarf ihren ersten Fernwurf. Im Gegenzug machte es Kristiansand besser und ging durch Hanna Maria Yttereng mit 1:0 in Führung. Dann war aber der THC im Spiel – Nina Müller bezwang mit einem schönen Aufsetzer Katrin Lunde. Meike Schmelzer war in dieser Phase hellwach am Kreis und konnte auch gegen zwei Gegenspielerinnen den Ball behaupten und ließ bei ihren Würfen Katrin Lunde keine Abwehrchance. Das 4:2 für die Gäste erzielte Iveta Luzumova durch Siebenmeter und Meike Schmelzer konnte noch einmal auf 5:2 erhöhen. (6. Min) Ann-Cathrin Giegerich sorgte jetzt mit schönen Paraden, zwei Hundertprozenter entschärfte sie nacheinander. Auch Katrin Lunde zeigte ihr Können und verhinderte den Torerfolg von Jovana Sazdovska. Kristiansand verkürzte nach zwölf Minuten auf 3:6, musste aber im Gegenstoß das Tor von Iveta Luzumova zum 7:3 aus Gästesicht hinnehmen.

In der 13. Spielminute erhielt Josefine Huber eine Zeitstrafe und der Deutsche Meister agierte nun zu fünft in der Abwehr. In dieser Phase konnte Kristiansand durch Treffer von Kristiansen und Naes Andresen auf 6:8 verkürzen. Nach dem Fehlwurf von Emily Bölk blieb auch der nächste Wurf der Norwegerinnen im Thüringer Block hängen. Marta Tomac traf und zwang Herbert Müller zu seiner ersten Auszeit. Die schlecht ausgespielten Angriffe der THC Mädels und unkonzentrierte Würfe ermöglichten Mathilde Kristensen und Marta Tomac weitere Treffer, während Katrin Lunde im Tor der Gastgeberinnen gleich mehrere Bälle entschärfte. In der 21. Minute hatten die Norwegerinnen den ersten Ausgleich geschafft und blieben bis zum 14:10 (25.Minute) in der Erfolgsspur. Herbert Müller brachte jetzt Jana Krause für die jetzt etwas glücklose Ann Cathrin Giegerich ins Tor des Thüringer HC und setzte auf das taktische Mittel des Spiels mit dem “empty goal”. Meike Schmelzer hatte Platz am Kreis und netzte nach schönem Anspiel zum 11:14 ein. Iveta Luzumova machte das 12. Tor für ihr Team, doch prompt antwortete Linn Jorum Sulland mit einem Tor zum 16:12. Damit ging es dann auch in die Kabinen.

Den ersten Treffer nach der Pause erzielten noch einmal die Norwegerinnen und erhöhen auf 17:12. Beide Torhüterinnen zeigten in kürzester Zeit mehrere tolle Paraden und hielten was aufs Tor kam. Emily Bölk stieg im Rückraum hoch und netzte sehenswert ein. Nach 35 Spielminuten traf erneut Jeanett Kristiansen zum 18:14. Meike Schmelzer verkürzte nach starkem Bodenpass auf 18:15, doch kurz darauf musste Josefine Huber zum zweiten Mal eine Zeitstrafe hinnehmen. Herbert Müller griff wieder zum zusätzlichen Feldspieler und ließ das Tor leer. Jeanett Kristiansen war kaum stoppen, zu stark war ihr Zug zum Tor. Auch bei den Gastgebern mussten erst Silje Katrine Waade, dann Mathilde Kristensen auf der Strafbank Platz nehmen.

Nur vier Norwegerinnen verteidigen glänzend – Katrin Lunde pariert den Strafwurf von Emily Bölk. Die Unterzahlsituation bringt dem THC nichts, den Gastgeberinnen aber die 21:16 Führung. Da kann Lydia Jakubisovas schöner Hüftwurf zum 21:17 zwar eine Verkürzung bringen – eine Wende im Spiel gelingt nicht, auch wenn es Herbert Müller in den Auszeiten fast beschwörend fordert.

Alexandra Mazzuco musste auf die Strafbank. Ein erneuter Wechsel im Tor des Thüringer HC blieb zunächst ohne Wirkung. Kristiansand traf jetzt nach Belieben, die Gegenwehr der THC-Abwehr wurde geringer. So blieb es beim Fünf- bzw. Sechs-Tore-Abstand. Drei Treffer in Folge zwangen Trainer Herbert Müller zum nächsten Team Timeout, um seine Damen noch einmal für die Schlussphase stark zu machen. Meike Schmelzer traf nach dem abgesprochenen Spielzug zum 24:19. Das Tor von Emily Hegt Arntzen ließ Jana Krause ihre Unzufriedenheit über das schlechte Angriffsspiel hinausschreien, welches einen erneuten Ballverlust zur Folge hatte. Iveta Luzumova verwandelte einen Strafwurf in der 51. Minute zum 25:21.

Jetzt griff auch Douglas Mcinery nach der grünen Karte. Während Jana Krause zwei Würfe nacheinander parierte, vertändelten ihre Mannschaftskameradinnen im sieben gegen sechs den Ball und mussten weitere Treffer ins leere Tor hinnehmen. In seiner dritten Auszeit nach 52 Minuten brach es aus Herbert Müller heraus: “Die Gegentore machen nicht die, das seid doch ihr !!!”. Wieder und wieder scheiterten seine Spielerinnen an einer glänzend aufgelegten Katrin Lunde oder verloren den Ball durch ungenaue Pässe.

Alexandra Mazzuco war es, die zum 28:24 traf und ein Lattentreffer verhinderte das Gegentor. Katrin Lunde parierte gegen Josefine Huber stark und Hanna Maria Yttereng traf im Gegenstoß. Linn Jorum Sulland setzte den Schlusspunkt. Mit dem 31:24 bleiben die wertvollen Punkte somit in Kristiansand.

Bericht: Andreas Hofmann / Roman Knabe.
Liveticker: Falk Freytag.

Vipers Kristiansand: Eline Fagerheim, Linn Jorum Sulland 5, Katrine Lunde; Karoline Olsen, Emilie Hegh Arntzen 2, Tonje Refsnes, Karine Emilie Dahlum, Mathilde Kristensen 2, Silje Katrine Waade 3, Pernille Bjorseth Wibe, Jeanett Kristiansen 10, Marta Tomac 5, Hanna Maria Yttereng 1, Henny Ella Reistad 2, Sunniva Amalie Naes Andersen 1.

Thüringer HC: Jana Krause, Ann-Cathrin Giegerich; Jovana Sazdovska 2, Alexandra Mazzucco 2, Meike Schmelzer 6, Iveta Luzumova 6, Emily Bölk 4, Nina Christin Müller 1, Lydia Jakubisova 2, Josefine Huber 1.

Strafwürfe: 0/0 – 2/2.

Zeitstrafen: 3 – 3 .

Zuschauer: 1534.

Schiedsrichter: Marta Sa / Vania Sa (POR).

EHF-Delegierte: Tatjana Medwed (SRB).

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