THC: Keine Blöße geben

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Am kommenden Mittwochabend, den 22.01.2020 spielt der Thüringer HC gegen die HSG Bad Wildungen. In der Sporthalle der Ense-Schule, der Heimspielstätte der Vipers, wird um 19.30 Uhr angepfiffen.

Rückblick:
Der 26:19-Sieg gegen DVSC Schaeffler in Debrecen war schon eine Überraschung, zumindest in dieser Höhe. Herbert Müller sah vor dem Spiel eher die Favoritenrolle bei den Ungarinnen und rechnete sich ein knapperes Spiel aus. “Ich bin über unser Auftreten in Debrecen überglücklich. Wir haben hochverdient gewonnen und haben den Ausfall von Iveta Koresova sehr gut kompensieren können.”, resümiert der Trainer des Thüringer HC. Der THC kam zum Ende der ersten Halbzeit gut ins Spiel, sicherte sich mit einem kämpferischen Auftritt in Abwehr und Angriff ein Fünftorepolster (12:7) und legte so den Grundstein für den Erfolg. “Wir haben von Beginn an eine sehr gute Abwehr, mit einer hervorragend haltenden Ann Cathrin Giegerich, gespielt. Das Auftreten unseres Teams war wie aus einem Guss. Wir haben auch dem hohen Druck des Publikums standgehalten, dass ihre Farben lautstark nach vorn getrieben hat.”. Schon am Sonntag kommt es in Nordhausen zum Rückspiel beider Mannschaften, zuvor gilt es sich am Mittwoch dem Bundesligaalltag zu stellen.

Zum Spiel:
Bei den Vipers geht es auf und ab, gegen die Favoriten ist zwar wenig für das Team zu holen, aber sie setzen die Gegner immer unter Druck. So verlor das Team gegen die SG BBM Bietigheim knapp mit 30:28. Gegen die HSG Blomberg-Lippe, die lange auf Platz 2 der Tabelle rangierten, trennte man sich am 3. Spieltag 24:25. Zur Zeit liegt die HSG Bad Wildungen auf dem 12. Tabellenplatz, vielleicht sogar zu unrecht, weil sie auch gegen vermeintlich leichte Gegner Punkte abgeben mussten.

Von den letzten zehn Spielen gegen die HSG Bad Wildungen entschied der THC neun für sich. Am 06.01.2018 gingen die Vipers in eigener Halle mit einem 30:27-Sieg gegen den Thüringer HC vom Spielfeld. Herbert Müller ist also gewarnt und wird sein Team auf den unbequemen Gegner vorbereiten, zumal vor einem Jahr die Thüringerinnen in Bad Wildungen, “nur” mit drei Toren gewannen.

“Bad Wildungen ist wieder im Soll. Sie haben das letzte Spiel gegen Oldenburg hoch gewonnen.”, weiß Herbert Müller. Die Vipers gewannen auswärts gegen den VfL Oldenburg auffallend deutlich mit 33:18. “Wir dürfen uns keine Blöße in der Bundesliga geben und keine Punkte mehr liegen lassen. Wir kommen selbstbewusst aus Debrecen zurück und wollen diese Pflichtaufgabe lösen.”, so der Trainer des amtierenden Vizemeisters und Pokalsiegers 2019. Der Thüringer HC muss sich, nicht nur gegen die HSG Bad Wildungen, die Punkte sichern, wenn man weiter im Kampf um die Meisterschaft dabei sein und den Anschluss zu den beiden führenden Teams, dem BVB Dortmund und der SG BBM Bietigheim, nicht verlieren will.“Auch wenn Dortmund souverän durch die Liga marschiert, wir werden uns keine Blöße mehr geben.”, gibt sich der THC-Coach für die bevorstehenden Bundesligaspiele kämpferisch.

Zum Kader:
Die Verletztenbank mit Marie Skurtveit Davidsen (Handbruch), Iveta Koresova (Schulterverletzung), Mikaela Mässing (Knie-OP) und die langzeitverletzt Josefine Huber liest sich fast wie der Beginn einer Startaufstellung. Gegen Frisch Auf Göppingen und in Debrecen zeigte die Mannschaft, dass es die Ausfälle gut kompensieren kann. Die Begegnung gegen die Ungarinnen war ein schweres Stück Arbeit und Herbert Müller ist froh, dass neben den üblichen kleinen Blessuren keine weiteren Verletzungen hinzukamen.

Bericht: Bernd Hohnstein

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