Temperaturen über 30 Grad? Schweißegal!

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Expertentipps, um gesund durch die heißen Sommertage zu kommen.

Das Thermometer steigt, die Sonne lacht. Aber was löst das im Körper aus und was sollte man tun, um den Kreislauf auf Trab zu halten? Die Experten des Helios Klinikums Erfurt verraten Tipps und Tricks für die heißen Sommertage.

Der Schweiß fließt und der Kreislauf macht schlapp. Im Helios Klinikum Erfurt behandeln wir an hochsommerlichen Tagen etwa 15 Prozent mehr Notfallpatienten als üblich. Gerade wenn es besonders schwül ist, treten gehäuft Kreislaufprobleme oder starke Kopfschmerzen auf – auch ein Hitzschlag ist möglich. Das kann richtig gefährlich werden.

„Beachtet man ein paar einfache Spielregeln, sind hitzebedingte Beschwerden und Symptome fast immer vermeidbar“, erklärt Dr. Felix Lorang, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme. „Besonders bei jüngeren Menschen und Berufstätigen helfen schon Kleinigkeiten, um gesundheitlichen Problemen vorzubeugen.“

Legen Sie in der Mittagshitze am besten eine Ruhepause ein und vermeiden anstrengende körperliche Aktivitäten. Leichte Mahlzeiten sollten über den Tag verteilt aufgenommen werden, um den Organismus zu entlasten. Zum Abkühlen hilft es, die Arme unter kaltes Wasser zu halten.

Der Wasserhaushalt ist das A und O

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist an heißen Tagen besonders wichtig. „Bei hohen Temperaturen schwitzen wir”, warnt Dr. Christoph Haufe, Nierenspezialist im Helios Klinikum Erfurt.“ Dadurch geht vermehrt Flüssigkeit über Haut und Atmung verloren.“ Diesen Verlust gleicht das vermehrte Trinken wieder aus. 30 bis 50 Prozent mehr Flüssigkeit empfiehlt der Experte. Nieren- und herzkranke Patienten sollten auf diese Faustregel verzichten und sich einen individuellen Rat von ihrem Facharzt einholen.

Ob Mineralwasser, Limonade, Saft, Kaffee oder Tee – welche Getränke konsumiert werden, ist tatsächlich erstmal zweitrangig. Wichtig ist, dass überhaupt genug getrunken wird. „Das gelingt in ausreichender Menge nur, wenn es auch schmeckt“, betont Dr. Haufe. Gerade Kindern und älteren Menschen, die häufig kein Durstgefühl verspüren, droht die Austrocknung.

Warm, süß und salzig?

Die Getränke sollten nicht eisgekühlt sein, weil der Körper sonst zusätzliche Energie aufwenden muss, um die Flüssigkeit auf Körpertemperatur zu bringen. Auch natriumarmes Wasser – sofern nicht ärztlich empfohlen – ist bei Hitze nicht ideal. „Neben dem Flüssigkeitsverlust kommt es beim Schwitzen nämlich zu einem Salzdefizit“, ergänzt Dr. Haufe. Besser ist eine Suppe. Sie führt dem Körper das verloren gegangene Kochsalz wieder zu. Auch die Zuckerreserven leiden unter hohen Temperaturen. Wasserreiches Obst wie Melonen oder Erdbeeren helfen dem Körper enorm.

Schutz durch den richtigen Kleidungsstil

Neben den Ess- und Trinkgewohnheiten sollte auch der Kleidungsstil angepasst werden. „Locker sitzende Kleidung aus Naturfasern oder intelligenten, modernen Fasern ermöglicht eine Luftzirkulation und verhindert die Überhitzung des Körpers“, bestätigt Dr. Lorang. Bei langer und intensiver Sonneneinstrahlung ist gerade für Kinder und Senioren eine Kopfbedeckung ratsam, um einem Sonnenstich vorzubeugen.

Ventilator statt Klimaanlage

Generell sind Ventilatoren besser als Klimaanlagen, da diese meist zu kühl eingestellt werden. „Die Temperatur sollte dabei nicht mehr als sechs bis sieben Grad unter der Außentemperatur liegen“, so Lorang.

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