Tarifvertrag bei FEUER powertrain fortgeschrieben – IG Metall und Geschäftsleitung unterzeichnen neues Tarifwerk für Europas größten Kurbelwellenhersteller

4

Nachdem 2011 der erste Haustarifvertrag die Entgelt- und Arbeitsbedingungen bei der FEUER powertrain GmbH & Co. KG in den darauf folgenden Jahren deutlich verbessert hat, kündigte die IG Metall nach Ablauf der Friedenspflicht im Jahr 2016 Teile des Tarifwerks um in neue Verhandlungen und einen Lückenschluss zum Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie einzutreten.

Nach intensiven Verhandlungen unterzeichneten die Tarifvertragsparteien heute das Verhandlungsergebnis. Daraus ergibt sich eine bereits umgesetzte Einmalzahlung für die Beschäftigten und Auszubildenden. Ferner wurde eine stufenweise Anhebung des Urlaubsgeldes, eine stufenweise Erhöhung des Sonntagszuschlages, verbesserte Übernahmeverpflichtung für Ausgebildete, die Einführung einer Leistungszulage sowie die Angleichung der Altersteilzeitregelung und verbesserter Qualifizierungsmöglichkeiten der Beschäftigten auf dem Niveau des Flächentarifvertrages vereinbart.

Der sogenannte „Tarifvertrag Gesundheitsförderung“ stellt pro Jahr 50.000 Euro für gesundheitsfördernde Maßnahmen zur Verfügung und gilt ausschließlich für die bei FEUER powertrain organisierten Mitglieder der IG Metall.

„Die Organisation eines Großteils der Beschäftigten in der IG Metall und engagierte Aktuere im Betrieb haben den Grundstein für das gute Tarifergebnis gelegt.“, freut sich Alexander Scharff, Geschäftsführer der IG Metall Nordhausen und Verhandlungsführer der Gewerkschaft bei FEUER powertrain. „Mit dem Tarifabschluss erreichen wir in den kommenden Jahren in fast allen geforderten Punkten eine Angleichung an den Flächentarifvertrag und sichern somit moderne und angemessene Arbeits- und Entgeltbedingungen für rund 650 Beschäftigte in Nordhausen.“

Auch die Geschäftsleitung zeigte sich, vertreten durch den Geschäftsführer Bernd Gulden, mit dem Ergebnis einverstanden. „Als weltweit agierender Automobilzulieferer stehen wir veränderten Marktbedingungen, Unsicherheiten im Rahmen der E-Mobility Diskussion und den Anforderungen unserer Kunden gegenüber. Trotzdem war es uns möglich einen Tarifabschluss zu erreichen, der die Beschäftigten am Erfolg des Unternehmens teilhaben lässt und der Geschäftsleitung durch ein langfristiges Ergebnis Planungssicherheit bis zum Ende des Jahres 2020 bietet.“, so Bernd Gulden, Geschäftsführer der FEUER powertrain GmbH & Co. KG.

Share.

4 Kommentare

Leave A Reply

*