SWG und Stadt Nordhausen erhalten Thüringer Staatspreis für Architektur und Städtebau

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Nordhäuser Wohnungsunternehmen für Wohnquartier-Sanierung in Innenstadt ausgezeichnet.

Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) und die Stadt Nordhausen sind am Montag mit dem Thüringer Staatspreis für Architektur und Städtebau ausgezeichnet worden. Prämiert wurde die gesamte Quartiersentwicklung des Kornmarktes inklusive neuem Bürgerhaus. „Wir sind dafür ausgezeichnet worden, dass eine neue lebendige Stadtmitte entstanden ist, wo Menschen gern leben und arbeiten“, sagte SWG-Geschäftsführerin Inge Klaan nach der Preisverleihung in Erfurt.

Ausgezeichnet wurde die SWG für die Sanierung und die Umgestaltung des Gebäudeensembles Kornmarkt/Kranichstraße/Engelsburg in der Nordhäuser Kernstadt. Das kommunale Wohnungsunternehmen hat in diesen Wohnstandort seit 2006 rund 10 Millionen Euro investiert. „Für mich ist es ein sehr besonderer Preis. Ich durfte das Projekt seit 2002 von der ersten Planungsidee bis zur Vermietung in ganz unterschiedlichen Positionen begleiten“, sagte Klaan, die viele Jahre als Baudezernentin im Nordhäuser Rathaus tätig war.

Teil der Auszeichnung war darüber hinaus das neue Bürgerhaus mit Stadtbibliothek und Ratssaal, Bauherr war die Stadt Nordhausen. Quartier und Bürgerhaus sind  Teil der sogenannten „Stadtbausteine Nordhausen“, wie das Planungs- und Architekturbüro Schettler & Wittenberg aus Weimar ihr Projekt nennt. Mit diesen beiden Stadtbausteinen wurde die räumliche Situation im Zentrum der Stadt neu geordnet. Rathaus, Stadthaus und neues Bürgerhaus bilden eine neue räumliche und funktionale Einheit. Das Zentrum um das historische Rathaus wurde entscheidend gestärkt, die Innenstadt durch neue Funktionen belebt, erläuterten die Architekten ihre Arbeit. 

Das Wohnquartier wurde in Bezug auf die Wohnungsstruktur, die Ausbildung von Freisitzen,
Barrierefreiheit, Freiraumgestaltung, Parkierung und äußere Gestalt so umgebaut, dass modernes innerstädtisches Wohnen möglich ist. In einer Tiefebene wurden Stellplätze für die
Anwohner angeordnet. Auf diesem Parkdeck wurde ein gemeinschaftlich nutzbarer grüner Innenhof gestaltet, der über Stege direkt aus den Treppenhäusern erreicht werden kann.
Dominierend ist die große, ruhige Rasenfläche mit dem Hofbaum in der Mitte. Der Wohnhof ist das grüne Gegenstück zur steinernen Terrasse, die durch den Baukörper des neuen
Bürgerhauses gefasst wird.

Der Thüringer Staatspreis für Architektur und Städtebau ist in diesem Jahr zum elften Mal vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Thüringen und erstmals auch der Stiftung Baukultur Thüringen ausgelobt worden. 36 Wettbewerbsteilnehmer hatten sich beworben. Mit dem Preis sollen innovative architektonische und städtebauliche Konzepte gewürdigt werden.

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