SVC Herren mit Mühe beim Aufsteiger

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Die lange Reise an die Saale zum Aufsteiger VC Jena 08 gestaltete sich für die Nordhäuser Volleyballer schwieriger und langwieriger als gedacht. So benötigten die Südharzer nach durchwachsener Leistung die volle Distanz von fünf Sätzen und gut zwei Stunden um den Aufsteiger mit 3:2 in die Knie zu zwingen. Durch die zwei Punkte kann der Südharzer VC zwar den zweiten Tabellenplatz in der Thüringenliga erfolgreich verteidigen, der Abstand nach oben hat sich aber auf vier Zähler vergrößert.

Dabei leisteten sich die Gäste aus dem Südharz über die gesamte Spielzeit immer wieder unnötige Fehler in den eigenen Spielaktionen auf dem Parkett und machten sich damit selbst das Leben schwer. Zu Beginn spielte bei allen Nordhäuser Akteuren eine gewisse Nervosität auf dem Spielfeld mit, in den entscheidenden Phasen zeigten die Südharzer Routiniers aber ihre individuelle Klasse und zogen nach Sätzen 25:21 in Front. Der Erfolg brachte jedoch keine zusätzliche Sicherheit, aus unerklärlichen Gründen war keine klare volleyballerische Linie zu erkennen. Die Gastgeber nahmen die Geschenke dankend an, wenig später war der Ausgang der Partie nach dem 18:25 im zweiten Abschnitt wieder völlig offen. Ein sichtlich verärgerter Trainer Michal Gryga nahm seine Jungs mit deutlichen Worten in die Pflicht. Auch wenn auf der dritten Etappe noch längst nicht alles nach Plan lief, so wurden die Big-Points in des Gegners Spielfeldhälfte versenkt und der Kontrahent von der Saale 25:20 auf Distanz gehalten. Trotz des neuerlichen Satzerfolges kehrte keine Ruhe auf der Spielfeldhälfte der Nordhäuser ein, wiederum wurde Jena durch zu viele einfache Fehler in den eigenen Aktionen am hohen Netz wieder zurück in die Partie gebracht. Die Gastgeber ließen sich nicht zweimal bitten, durch das 19:25 aus Sicht des SVC war die endgültige Entscheidung in den Tiebreak vertagt.
Dadurch war bei allen Nordhäuser Mannen zusätzliche Kampfmoral und der unbedingte Siegeswille entfacht, im fünften Satz zeigten Kapitän Chris Kampmeyer, Thomas Riemekasten, Felix Loup, Andreas Otten, Willy Suhr, Rick Herbarth, Lars Hüser und Libero Jaspar Gemperlein endlich ihr wahres Leistungsvermögen und lagen vom ersten Punkt an in Führung. Plötzlich kam der Südharz-Express ins Rollen, der Ball lief fast wie auf Schienen durch die Reihen der Nordhäuser. Beim letzten Seitenwechsel war mit 8:2 bereits eine Vorentscheidung gefallen, wenig später konnte durch das 15:8 auf der Anzeigetafel der hart erkämpfte 3:2 Erfolg bejubelt werden.

Coach Gryga ordnete das Spiel wie folgt ein: „Wir sind zum Tabellenletzten gefahren um drei Punkte zu holen, wir haben schlecht gespielt und jetzt weiß ich nicht ob wir zwei Punkte gewonnen oder einen verloren haben.“

Jetzt bleiben den Südharzer Herren zwei Wochen Zeit die Ereignisse zu analysieren und sich auf das Spitzenspiel beim Tabellendritten Schmalkalder VV intensiv vorzubereiten.

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