Sturmwochenende: Feuerwehr der Stadt zieht Bilanz / Oberbürgermeister dankt Einsatzkräften

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Nordhausen (psv) Aufgrund der orkanartigen Böen kam es am vergangenen Wochenende zu erhöhtem Einsatzaufkommen. Am Sturmwochenende wurden ca. 50 Einsätze durch die Feuerwehren der Stadt Nordhausen abgearbeitet. Noch im Verlauf des Montags herrschte ein böiger Wind und es wurden durchweg Schäden bzw. Gefahren gemeldet.
„Größere Schäden mussten jedoch nicht verzeichnet werden. Dennoch werden die Aufräumarbeiten und Instandsetzungsmaßnahmen an Gebäuden die nächsten Tage andauern,“ so Matthias Gropengießer von der Berufsfeuerwehr Nordhausen. Neben umgeworfenen Verkehrszeichen und herabstürzenden Ästen oder Baumteilen wurde ein Haltestellenhäuschen in der Halleschen Straße beschädigt. Im Birkenweg entwurzelte ein Nadelbaum und kippte mit der Spitze in einen Balkon. Der Baum versperrte den Anwohnern den Weg zu ihrem Eingang. Personenschäden wurden der Feuerwehr nicht gemeldet.
„Ein großes Lob an alle Einsatzkräfte“, sagte Oberbürgermeister Kai Buchmann. „Gleich drei Stürme bedeuteten die Anspannung aller Kräfte über das gesamte Wochenende. In solchen Zeiten zeigt sich, wie wichtig die Feuerwehr und das Ehrenamt vor Ort sind“, so Buchmann. Umso wichtiger sei auch der Fokus auf die Nachwuchsgewinnung für die Nordhäuser Wehren.
Auch der Pegelstand der Helme in Sundhausen überschritt vergangene Woche den Meldebeginn. Der Prognose der Hochwassernachrichtenzentrale folgend sank der Pegelstand jedoch bereits nach kurzer Zeit wieder unter den Meldebeginn, sodass kein Handlungsbedarf bestand. Der Pegelstand der Zorge liegt derzeit noch immer über dem Meldebeginn – prognostiziert ist, dass der Meldebeginn am 22.02.2022 wieder unterschritten wird. Grund für
die leicht erhöhten Pegelstände sind Schneeschmelzen und die Niederschläge der vergangenen Tage. Maßnahmen der Feuer- und Wasserwehr waren jedoch nicht erforderlich.
Ebenso erschwerte die Wetterlage die Standfestigkeit der Mülltonnen im Stadtbereich, so dass es vermehrt zu Müllaufkommen auf Straßen und Wegen kam. Auch hier arbeiten die Südharzwerke gemeinsam mit den Beschäftigten der Stadt an der Beräumung.
„Unsere Sturmkontrollen für den Baumbestand beginnen erst heute nach Abklingen des Sturms, am Montag“, berichtet Dirk Küchenthal aus dem Bereich Umwelt und Grünordnung der Stadtverwaltung. Da die Kontrollen, einschließlich der gegebenenfalls notwendigen Pflegemaßnahmen zur Beseitigung der Gefahrenquellen, bis drei Wochen andauern können, sei eine erhöhte persönliche Achtsamkeit zum Selbstschutz jedes einzelnen Bürgers bei der Nutzung öffentlicher Freiflächen mit Baumbeständen zwingende Grundvoraussetzung. Denn auch nach Abklingen des Sturms bestehe weiterhin die Gefahr herabstürzender Äste, warnt Küchenthal. „Deshalb sollte der Blick in die Kronen der Bäume für Jedermann nach extremen Witterungsereignissen selbstverständlich sein.

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