Steigender Andrang bei den Tafeln – Armut in Deutschland den Kampf ansagen

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Heute gibt es deutschlandweit 934 Tafeln mit über 2.100 Ausgabestellen. In Thüringen arbeiten derzeit 33 Tafeln, darunter sind einige wie in Jena und Nordhausen schon bereits über 20 Jahre tätig.
Die steigende Nachfrage kann oft nicht gedeckt werden. Das ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass sich Armut in Deutschland ausbreitet. Aufgrund des zunehmenden Anstiegs von Altersarmut ist auch weiterhin ein Anstieg der Nachfrage bei den Tafeln zu erwarten. Das Engagement der Tafeln ist zu begrüßen, aber trotzdem liegt die Verantwortung für existenzsichernde Löhne, Armutsbekämpfung und soziale Sicherheit beim Staat. Deshalb hat die Linke einen Antrag „Armut in Deutschland den Kampf ansagen“ in den Bundestag eingebracht. Armut hat auch im reichen Deutschland viele Gesichter: Kinderarmut, Altersarmut, Einkommensarmut.

Kersten Steinke, linke Abgeordnete aus dem Wahlkreis Eichsfeld-Nordhausen-Kyffhäuserkreis, kennt die Zahlen: „Wer in Deutschland weniger als 13.152 Euro im Jahr verdient, gilt nach dem Stand des Jahres 2017 als armutsgefährdet. Das betrifft 19 Prozent der Bevölkerung – also fast jeder Fünfte. Durch mein ehrenamtliches Engagement bei der Tafel, weiß ich, dass Armut zunimmt. Wer am Ende des Lebens arm ist, kann selbst an seiner Situation nicht mehr viel ändern. Ursachen und Folgen von Armut sind hinreichend untersucht – was fehlt, sind wirksame Aktivitäten. Unsere Forderungen umfassen ein ganzes Programm zur Armutsbekämpfung: existenzsichernde Löhne, Rentenreform und höhere Mindestsicherung im Alter, Abschaffung Hartz IV und Hartz-Sanktionen, längeres Arbeitslosengeld, bessere Unterstützung von Alleinerziehenden.“

Kersten Steinke

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