Starkstrom Rock mit Ohrenfeindt und der „Krawallgeigensymphonie“

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Rockmusik muss laut sein, ganz klar dabei muss sie auch ordentlich in den Bauch gehen und wenn sie dann auch noch Texte beinhaltet, die was aussagen, durchdacht sind so das jeder merkt da hat sich einer Gedanken gemacht bei dem was er schreibt und singt um es seinem Publikum zu präsentieren und dabei auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt, ist das auf alle Fälle eine coole Sache und lässt den Spirit des Rock’n Roll aufleben.

Ein gutes Beispiel dafür sind die Herren von Ohrenfeindt – die zeigen, das Sankt Pauli rockt, damit ist ausnahmsweise mal nicht der Fußballclub aus Hamburg gemeint.

Denn das Trio hat sich mittlerweile landauf und ab in den letzten Jahren auf kleinen und großen Bühnen und Festivals und das ganz zu Recht eine solide Fanbasis und einen guten Namen erspielt.

So begeistert die Band immer wieder mit erdigem handgemachten Starkstrom Rock’n Roll – der hier und da an die großen australischen Vorbilder von AC /DC, Airborne und Co. erinnert und das mit treibenden lauten und auch leisen Klängen.
Das Ganze altbewährt und geradeaus mit einer großen Portion hörbarem Spaß, garniert mit einen Spritzer Blues und mit deutschsprachigen anregenden Texten ausgestattet, ist dieser kraftvolle Sound genau das, was den von den Musikern erfundenen original Hamburg St. Pauli Kitzrock ausmacht

Dabei reichen hier ganz locker drei bis vier druckvolle und markante Akkorde einer knackigen Gitarre, einem coolen, mal rockigen, mal blusigen Rhythmus von Schlagzeug und Bass, verknüpft mit einer röhrenden Reibeisenstimme (die jeden Fan von AC/DC und Co. aufhorchen lässt) um den Funken überspringen zu lassen und das nicht nur bei Konzerten der Band, sondern auch auf CD.

Wobei die Herren nun beides miteinander kombiniert und eines ihrer legendären Konzerte auf Doppel CD für die Ewigkeit gebannt haben.
Am 2. Weihnachtsfeiertag 2019 im Gruenspan im Hamburger Stadtteil St. Pauli feierte das Trio ihr 25. Bandjubiläum Andi Rohde (Trommeln), Keule Rockt (Gitarren aller Art) und Chris Laut (Bass, Harp, Hals) liefern auf „Krawallgeigensymphonie“ zwei Stunden geerdeten „Hauvolldraufroggenroll“ “ vor vollem Haus und gingen zusammen mit ihren Fans auf eine Reise durch die Geschichte der Band.

Da wird nichts schöngefärbt oder auf Hochglanz poliert.
Drei Musiker spielen um ihr Leben und zeigen eindrucksvoll wie Rock’n’Roll gefälligst zu sein hat.
Mit geballter ungebremster Power schmeißen sie den „Motor an“ um den „Porschekiller“ zu starten und das „Bum Bum Ballett“ auf Trapp zu bringen , auch „Heul(en sie) den Mond an“, dabei haben sie die Gitarren und den Bass unter „Strom“ gesetzt um voller „Energie“, klar zu stellen, es ist „Zeit für Rock’n Roll“ , bevor es zu „Frau Doktor“ oder zum „Starkstrom Baby“ geht, das sein „Herz an St Pauli verloren“ hat und den „Rock’n Roll Sexgott“ liebt!

Mit anderen Worten ein Live Album das vom ersten bis zum letzten Stück ordentlich rockt und das die geballte Live Power der Kapelle aus St. Pauli auch authentisch kernig aus den Boxen bringt frei nach dem Motto: „…. ist es zu laut, bist du zu alt!“ und Lust darauf macht, die Band mal wieder und das hoffentlich bald live zu erleben.

Text und Foto:Stefan Peter

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