Spiel der Torhüterinnen

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In einem Spiel auf Augenhöhe besiegte der Buxtehuder SV den Thüringer HC mit 20:19 (14:11). Die auffälligsten Spielerinnen waren die Torhüterinnen: Lea Rühter im BSV-Tor glänzte mit 52,5% gehaltener Würfe, THC-Torhüterin Marie Davidsen stand ihr mit 48,7% kaum nach. Die meisten Treffer der Partie erzielten Marketa Jerabkova (THC/6) und Isabelle Dölle (BSV/5).

Während der Thüringer HC in der vierten Minute durch ein Gegenstoßtor von Nina Neidhart ins Spiel fand, hatten die Gastgeberinnnen ein “Holzproblem”. Lone Fischer von Linksaußen, Annika Lott aus dem Rückraum und Caroline Müller-Korn beim Strafwurf trafen nur das Torgebälk. Dann reagierte Marie Davidsen beim Strafwurf gegen Lone Fischer hervorragend, so dass es bis zur sechsten Minute dauerte, bis dem BSV mit einem Tempogegenstoß nach Passfehler der 1:1-Ausgleich gelang. Von jetzt an begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Durch Fehler auf beiden Seiten, schaffte es kein Team sich abzusetzen und Treffer blieben Mangelware. So fielen bis zur 12. Minute gerade mal acht Tore in der Partie. Nach 15 Spielminuten gelang es dann dem THC erstmals mit zwei Toren ( 6:4 ) in Führung zu gehen. Doch durch Lone Fischer schaffte der BSV nach 20 Minuten erneut den Ausgleich (7:7) und konnte nachfolgend durch zwei schnelle Treffer das Spiel drehen und mit 11:9 (25.) in Führung gehen. Gästetrainer Helfried Müller sah sich gezwungen seine erste Auszeit zu nehmen. Diese zeigte auch sofort Wirkung, die Mannschaft stand in der Abwehr nun kompakter. Im Angriff jedoch lief bei den Thüringerinnen weiter nicht viel zusammen. Zu langsam und mit wenig Spielideen wurden die Angriffe vorgetragen, kaum ein Fernwurf wurde gut vorbereitet und so konnte die glänzend agierende Lea Rühter diese meist problemlos abwehren. Dadurch hielten die Gastgeberinnen den THC weiter auf Abstand. Diesen baute Lone Fischer in der 28. Minute auf 14:11 weiter aus. Mit diesem Stand gingen beide Mannschaften dann auch in die Halbzeitpause.

Nach der Pause fand der Thüringer HC erneut schwer ins Spiel. Der BSV hingegen konnte seinen Vorsprung in der 33. Minute zum 15:11 aufbauen. Die Gästeabwehr arbeitete nun besser, doch vorn taten sich Kündig, Jerabkova und Lopez gegen die konzentrierte und sehr bewegliche BSV-Deckung weiterhin schwer. So stand es nach 39 Spielminuten weiterhin 16:14 für Buxtehude. Dem THC unterliefen im Angriff immer wieder technische Fehler, eine weitere Verkürzung gelang nicht. Zum Glück vernagelte Marie Davidsen jetzt das Tor des THC, wodurch auch die BSV-Damen ihren Vorsprung nicht weiter ausbauen konnten – (18:16, 49. Min.).

Von nun an gestalten beide Torhüterinnen das Spiel. Davidsen und Rühter parieren auf beiden Seiten einen Ball nach dem anderen. Thüringen setzt ab der 54.Minute auf die siebte Feldspielerin im Angriff, doch auch das wendet das Blatt nicht. Da auch Buxte die Chancen nicht nutzt, bleibt es bis zur 56.Minute beim 19:17. Die Gäste spielen nochmal mit viel Druck im 7-6 und können sich einen Strafwurf erarbeiten. 20:19! Petra Blazek kommt in der Schlussminute für einen Strafwurf ins Tor und pariert mit tollem Reflex. Helfried Müller nimmt jetzt nochmal eine Auszeit um seine Mannschaft auf den letzten Angriff vorzubereiten. Und beinahe hätte es Erfolg gehabt: Arwen Rühl, die Jüngste bei den Thüringerinnen, setzt zehn Sekunden vor Spielschluss einen Fernwurf an den Torpfosten. Das Spiel ist aus – der THC lässt mit dem 19:20 wichtige Punkte im Norden.

Statistik:
Thüringer HC: Marie Skurtveit Davidsen, Petra Blazek; Mariana Ferreira Lopes 1, Emma Ekenman-Fernis 5, Beate Scheffknecht , Asli Iskit , Meike Schmelzer, Arwen Rühl 1 , Kerstin Kündig 1, Lydia Jakubisova , Nina Neidhart 4, Marketa Jerabkova 6/3, Josefine Huber 1.

Buxtehuder SV: Lea Rühter, Katharina Filter; Liv-Charlotte Süchting, Johanna Heldmann, Lone Fischer 5, Mieke Düvel 1, Lisa Antl 1, Isabelle Dölle 5, Luisa Scherer 1, Meret Ossenkopp, Annika Lott 4, Lynn Schneider, Paula Prior 1, Teresa von Prittzwitz, Paulina Golla, Caroline Müller-Korn 2.

Zeitstrafen: 2 – 2.
Strafwürfe: 5/2 – 3/3.
Zuschauer: 360.
Schiedsrichter: Stefan Schneider, Colin Hartmann.

Franziska Johanna Braun

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