Sonderfahrt der IG-HSB am 25.Mai 2017

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Schon fast traditionell ist in der Nordhäuser Gegend die Vatertagsfahrt mit dem „Quärrel“ in den Harz, wo man in früheren Jahren dann solch abgelegenen Örtlichkeiten wie Netzkater, die Talmühle, Christianenhaus und Birkenmoor ansteuerte, in der oftmals vergeblichen Hoffnung, dort nicht aufzufallen. Aber auch die Gegend um Stiege und Hasselfelde bot sich für derlei Aktivitäten an. So war es dann früher guter Brauch und Sitte, die weiblichen Zugpersonale an diesem männlichen Kultfeiertag durch möglichst handfeste Kollegen zu ersetzen, denn bei 8 Wagen die Gäste zu bändigen, eine wahrlich schwere Aufgabe, auch für gestandene Harzbahner!
Als ich selbst im Güterzugdienst nach Hasselfelde unterwegs war, fuhren die erfahrenen Fahrensleute auf der Lok mit dem täglichen abendlichen Güterzug Hasselfelde-Nordhausen speziell an diesem Tag recht verhalten ab Stiege das Beretal abwärts bis Netzkater, konnten doch vornehmlich an den unübersichtlichsten Stellen nicht nur alkoholisierte sondern schon fast narkotisierte potenzielle Fahrgäste aus dem Tann auf die Gleise springen, was mit 150 t hinter dem Tender nicht ganz ungefährlich war. Da man diese Zeitgenossen nicht ohne Schäden in der Natur zu provozieren, einfach Mutter Natur anvertrauen konnte, wurde der am Zugschluss laufende Begleitwagen in seiner vandalismusresistenten spartanischen Ausstattung als Behelfspersonenwagen genutzt und die Gestrandeten auf der dortigen Ladefläche vorhandenen Dienstbank deponiert, nicht ohne von außen die Schiebetüren zu schießen, auf das niemand verloren gehe.
In Ilfeld wurden dortige bekannte Fahrgäste dem dortigen Fahrdienstleiter zur weiteren Behandlung übergeben,ebenso an den restlichen Stationen,die letzten Unentwegten stolperten dann von der Rollwagenanlage in Richtung Heimat! Bei unserer Fahrt brauchten wir solche Probleme nicht zu befürchten, die Zeiten haben sich auch diesbezüglich geändert! Alle Gäste waren nett und freundlich und standen der Fahrt an sich sehr aufgeschlossen gegenüber,was von Anfang an eine sehr nette Stimmung vermittelte. Da hatte denn auch das Servicepersonal Spaß an der Arbeit. Der Tag verlief so, wie man sich das vorstellt,nette Gäste,herrliches Wetter, das Personal der HSB mit guter Laune unterwegs und Wünschen nicht abgeneigt,so sie im Dienstbetrieb unter zubringen waren,selbst der mitfahrende Oberste Betriebsleiter zeigte sich erfreut, was kann man mehr erwarten? Wie immer an dieser Stelle allen Helfern im und am Zug,vor und nach der Fahrt, dem geduldigen Personal der HSB und den aufgeschlossen Gästen ein Danke für eine gelungene Fahrt!

Wienfried Schwarzbach (Text und Foto)

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