Sofortrente: Nur zwei Angebote sind „gut“

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Reichen im Alter die lebenslangen Einkommensquellen nicht aus, zahlen Kunden oft zu Beginn des Ruhestands eine größere Summe an einen Versicherer und bekommen dafür eine lebenslange Rente. Kunden müssen etwa 90 Jahre alt werden, wenn sie sicher sein wollen, dass der Versicherer ihnen insgesamt mehr an monatlicher Rente auszahlen wird als sie eingezahlt haben. Die Stiftung Warentest hat 32 Renten gegen Einmalbetrag getestet. Nur zwei Angebote sind „gut“. Die Ergebnisse sind in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest veröffentlicht.

Eine Sofortrente ist für die Ruheständler sinnvoll, die keine anderen ausreichenden lebenslangen Einkommensquellen etwa durch die gesetzliche Rente, Betriebsrente oder Mieteinnahmen haben. Wichtig: Kunden sollten ihre Lebenserwartung positiv einschätzen. Denn selbst beim Testsieger übersteigt die Rente erst nach etwa 24 Jahren den Einsatz. Zahlt ein Kunde mit 65 Jahren 100.000 Euro ein, wird ihm eine monatliche Mindestrente von 338 Euro garantiert, egal wie alt er wird. Die drei Versicherer mit der niedrigsten garantierten Rente zahlen nur 314 Euro im Monat, also 288 Euro weniger im Jahr.

Neben der garantierten Mindestrente erhalten Kunden Überschusszahlungen, die der Versicherer mit dem eingezahlten Kapital erwirtschaftet. Die Finanztest-Experten raten zu einer volldynamischen Überschussvariante. Hier kann die Rente nur steigen, aber nie sinken.

Ebenso empfiehlt Finanztest vor Abschluss einer Sofortrente die Alternativen Rürup-Rente – für besser verdienende Selbstständige – und Einmalzahlung in die gesetzliche Rente – z.B. für Beamte – in Betracht zu ziehen.

Der ausführliche Test Sofortrente erscheint in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (ab 18.11.2015 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/sofortrente abrufbar.

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