So lange wie möglich im Konzert der Großen mitspielen

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Nach der EHF European League richtet sich der Focus des Thüringer HC bereits am morgigen Freitag wieder auf die Bundesliga. Wegen der Fernsehübertragung (Eurosport – 19:30 Uhr) findet das Spiel des Thüringer HC gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen an einem Freitag statt. Der TSV hat gerade einen Lauf. Mit der Empfehlung eines Auswärtssieges gegen die Tussies Metzingen kommen sie in die Salza-Halle, um den THC zu ärgern. „Wir haben aber auch einen Lauf und wollen so lange wie möglich im Konzert der Großen an der Bundesligaspitze mitspielen“, sagt Helfried Müller selbstbewusst im Pressegespräch.

Rückblick:
Der Thüringer HC ist nach zwei deutlichen Siegen gegen WAT Atzgersdorf aus Österreich verdient und relativ leichtfüßig in die dritte Qualifikationsrunde der EHF European League eingezogen. Der 42:21-Sieg ist der bisher höchste Sieg des Thüringer HC in einem EHF-Wettbewerb. Es ist der höchste Sieg in insgesamt 118 EHF-Spielen (10 Spiele – Challenge Cup 2009/10, 6 Spiele Cup Winners Cup 2012/13, 88 Spiele Champions League 2011/12 – 2018/19, 12 Spiele EHF Cup 2019/20 und 2 Spiele EHF European League 2020/21). Der höchste Sieg des THC in der EHF Champions League ist noch immer der 34:21 Auswärtssieg in der Hauptrunde 2017/18 gegen die SG BBM Bietigheim.
„Die Mannschaft hat trotz des hohen Hinspielsieges das Rückspiel mit der nötigen Seriosität engagiert und diszipliniert gespielt und hat dabei noch einiges probiert, was sogar ganz gut funktionierte.“, resümiert Helfried Müller. Der Trainer war zufrieden und von den Tribünen konnte man sehen, wenn der THC es ernst meinte. In diesen Phasen war der Gegner chancenlos.
Der Blick voraus auf die letzte Hürde vor der Gruppenphase im Januar und Februar 2021 geht in die Bundesliga, weil mit der HSG Blomberg-Lippe dem THC ein Konkurrent aus der eigenen Liga für die 3. Qualifikationsrunde der EHF European League zugelost wurde. Für beide Teams ein dankbares Los, weil es mit weniger Reisestrapazen verbunden ist. Undankbar, weil man sich nicht auf internationaler Bühne messen kann.
„Eigentlich wünscht man sich für den europäischen Wettbewerb einen internationalen Gegner, aber in so schweren Zeiten mit der Corona-Pandemie ist so ein Gegner vielleicht sogar ein Segen.“, sagt Helfried Müller. Wohl wissend, „dass Blomberg durchaus ein schwerer Gegner ist und ein Stolperstein sein kann. Das Ziel der Mannschaft ist die Gruppenphase und da muss man so einen Brocken aus dem Weg räumen.“

Zum Spiel:
Mit Siegen gegen Bad Wildungen und in Metzingen kommt Bayer 04 Leverkusen mit breiter Brust nach Thüringen. Helfried Müller will sich gar nicht erst bei den vergangenen Eurosport-Spielen des THC aufhalten. Eines davon wurde gegen den morgigen Gegner Leverkusen verloren, das andere wurde wegen Corona abgesagt. Für ihn gibt es kein schlechtes Omen. „Zwei neue Mannschaften, eine neue Saison, da schaut man nach vorn. Wir müssen die Hürde nehmen, wenn wir weiterhin oben mitspielen wollen. Da ist Leverkusen sehr wohl eine große Bewährungsprobe für unsere neue Mannschaft. Die spielen mit die beste Abwehr der Liga, haben eine erfahrene Führung. Sie sind eine junge Mannschaft, die von so erfahrenen Spielerinnen wie Svenja Huber, die wir aus ihrer Zeit beim THC bis heute wertschätzen, geführt werden. Wir sind jedenfalls gewarnt.“ Für Helfried Müller gilt sich auf jeden Gegner, egal wo er gerade in der Tabelle rangiert, ernsthaft vorzubereiten.

Zum Kader:
Über die Woche gab es ein paar grippale Infekte, u.a. bei Josefine Huber und Ina Großmann. Bis zum morgigen Spiel sollten sie wieder fit sein. Ines Khouildi wurde operiert. Emma Ekenman-Fernis hat ihre Verletzung auskuriert und kehrt wieder zur Mannschaft zurück.

Bericht: HaJo Steinbach

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