Sieg für den THC

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Der Thüringer HC gewann sein Heimspiel gegen die HSG Bad Wildungen Vipers mit 31:26 (16:9). Erfolgreichste Werferin für den THC war Asli Iskit mit 7 Treffern,
für die Vipers trafen Munia Smits und Kira Schnack jeweils 5 Mal.

Vor der Partie gab es stehende Ovationen und sehr viel Beifall von den Rängen der Salza-Halle. Lydia Jakubisova wurde für ihr 300. Spiel für den THC geehrt – das
hat vor ihr noch keine andere Spielerin geschafft. 980 Tore erzielte Lydia bisher – die 1000 sollte noch in dieser Saison bezwungen werden.

Der THC nahm sofort die Favoritenrolle an und Lamprini Tsakalou netzte zum 1:0 ein. Munia Smits eröffnete für die Gäste die Torfolge und im Gegenangriff durfte
Asli Iskit zum Strafwurf antreten (2:1). Anika Niederwieser musste schon in der vierten Spielminute für zwei Minuten auf die Bank. Beide Mannschaften sparten
sich das Abtasten und legten mit hohem Tempo los. Rinka Duijndam zeigte erneut gute Reaktionen und parierte mehrfach Würfe auf ihr Gehäuse. Nach acht Minuten
führte der Thüringer HC mit 6:2 und Dominika Zachova überwand gleich zweimal hintereinander Manuela Brütsch. Grund genug für Tessa Bremmer ihr Team an die
Seitenlinie zu rufen.

In der Startphase zeigte sich die Abwehr des THC hellwach und aggressiv im Zugriff – in der Folge stand es nach knapp 12 Minuten 8:3. Bad Wildungen tat sich
sichtlich schwer gegen das energische Anrennen der Gastgeberinnen und leistete sich jetzt einige Fehlwürfe und technische Fehler. Mitte der ersten Halbzeit
zeigte die Anzeigetafel ein ernüchterndes 10:4 und das Team von Tessa Bremmer hatte Mühe den Anschluss zu halten. Kira Schnack verkürzte in der 17. Spielminute
durch Tempogegenstoß auf 11:5 und Herbert Müller nahm sein erstes Team Timeout. Auch der zweite Strafwurf des Thüringer HC fand den Weg ins Tor – Dominika
Zachova erhöhte auf 13:5.

Durch zu schnelle Abschlüsse und unkonzentrierte Abwehrarbeit gelang es den Vipers nicht, den Abstand zu verkürzen. Allein Annika Schupbach hielt die Gäste
einigermaßen im Spiel. Asli Iskit tankte sich durch die Abwehr und netzte zum 16:6 nach 26 Spielminuten zur ersten Zehn-Tore-Führung ein. Anna-Maria Spielvogel
griff sich im Gegenzug den Abpraller von Rinka Duijndam und netzte ein. Kurz vor dem Halbzeitpfiff vergab das Team von Herbert Müller durch unnötige Passfehler
und ein Offensivfoul von Lamprini Tsakalou drei Angriffe, die jeweils von den Gästen postwendend mit leichten Gegentoren bestraft wurden. So wurde eine
deutlichere Pausenführung verspielt – nach 30 Minuten stand die Partie 16:9 für den gastgebenden Thüringer HC.
Munia Smits eröffnete die Torfolge der zweiten Spielhälfte und traf zum zehnten Mal für ihr Team.

Miranda Schmidt-Robben traf ihrerseits und trug sich damit in die Torschützenliste ein (18:10). Nach wie vor war die gute Abwehrarbeit Basis für den deutlichen
Vorsprung, da taten die Nachlässigkeiten der Thüringerinnen nicht all zu weh. Mehrere Würfe der Gäste blieben im Block des THC hängen und führten schnell zu
erfolgreichen Gegenangriffen des THC. Beim 21:11 nach 38 Minuten zog Tessa Bremmer die Notbremse mit einem weiteren Timeout. Während der Zeitstrafe gegen
Josefine Huber nahm Herbert Müller die Torhüterin heraus und füllte die Feldspielerinnen auf. Maxime Struijs verkürzte in der 42. Spielminute zum 21:13 und
Herbert Müller nahm sichtlich unzufrieden seine nächste Auszeit. In das Spiel der Heimmannschaft schlichen sich jetzt einige Nachlässigkeiten ein und führten zu
unnötigen Ballverlusten. In der 47. Minute trat Larissa Platen zum Strafwurf an und versenkte den Ball kompromisslos im Gehäuse des Thüringer HC (24:16).
11 Minuten waren noch zu absolvieren, da traf Asli Iskit zum 26:17. Ein Grund für Tessa Bremmer, ihr letztes Timeout zu nehmen und ihre Mannschaft für die
Restzeit einzustellen.

Ins Tor des THC kam jetzt Petra Blazek, die anfangs noch nicht die Hände an den Ball bekam. Acht Minuten vor dem Ende verkürzte Munia
Smits noch einmal auf ein 26:20 und brachte ihre Mannschaft somit fast in Schlagdistanz. Beide Teams mussten jetzt dem hohen Tempo Rechnung zollen und die
Tordifferenz pendelte sich bei sechs Treffern ein. Wieder genesen, versuchte sich Laura Kuske beim Strafwurf und musste sich Larissa Platen geschlagen geben.
In der Schlussphase gab es viele technische Fehlern auf beiden Seiten und Verena Osswald verkürzte weiter bis zum 30:25 in der 59. Minute. In den
letzten Sekunden der Partie trat Dominika Zachova noch zu einem Strafwurf an, traf jedoch nur die Querlatte.
Der Endstand von 31:26 brachte die verdienten Punkte für den Thüringer HC, die Gäste zeigten wie schon im Vorjahr eine starke zweite Hälfte, die sie mit 17:15
für sich entscheiden konnten.

Statistik:

Thüringer HC: Petra Blazek, Rinka Duijndam, Laura Kuske, Annika Meyer, Yuki Tanabe 2, Dominika Zachova 6/1, Asli Iskit 7/1, Anika Niederwieser 5, Luca Szekerczes, Lamprini Tsakalou 6, Kerstin Kündig, Lucy Gündel, Josefine Huber 2, Miranda Schmidt-Robben 3.

HSG Bad Wildungen Vipers: Manuela Brütsch, Annika Schupbach, Annika Ingenpass 1, Munia Smits 5, Anika Hampel , Kira Schnack 5, Larissa Platen 3/3, Julie Hafner, Leonie Patorra 1, Maxime Struijs 2, Jana Scheib 1, Marieke Blase, Verena Oßwald 1, Anna-Maria Spielvogel 3, Jolina Huhnstock 2, Vanessa Plümer 2.

Zeitstrafen: 2/3

Strafwürfe: 3/3

Schiedsrichter: Martin Thone /Marijo Zupanovic.

Zuschauer: 700

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