Sieben auf einen Streich

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Am ersten Juliwochenende fand in Nordhausen der 14. Europa-Cup im Tesshinkan Kobudô (Karate mit Waffen) statt. Dort konnten Kämpfer vom Karate-Do-Kwai Nordhausen insgesamt sieben Pokale für sich gewinnen.

Bereits seit Donnerstag trainierten die etwa 50 Teilnehmer im Rahmen eines viertägigen internationalen Trainingslagers in der Nordhäuser Wiedigsburghalle. An dieser Stelle dem Landkreis Nordhausen ein herzliches Dankeschön für die Möglichkeit, diese tolle Sporthalle nutzen zu können. Kobudô, das Karate mit alten Bauernwaffen, ist mit Frank Pelny als technischem Direktor des Tesshinkan für Europa in der Rolandstadt fest verwurzelt. Dementsprechend motiviert sind natürlich auch seine Schützlinge bei Turnieren. Dabei diente der diesjährige Europa-Cup nicht nur dem direkten Leistungsvergleich, sondern war auch die letzte Möglichkeit, sich für die in drei Wochen stattfindende Weltmeisterschaft im Mutterland des Karate und Kobudo, in Japan, in Wettkampfform zu bringen.

In der Disziplin Kata (Formen) der Schülergrade konnte Stephan Brandenburg aus Leipzig den Titel erringen. Aber der zweite Platz ging dann schon an den Nordhäuser Christian Hennig. Dritter wurde sein Vereinskamerad Kevin Freyberg.

Bei den Meistergraden gab es in Person des amtierenden Weltmeisters Hagen Walter einen klaren Favoriten. Dieser stammt aus Nordhausen, lebt, arbeitet und trainiert aber nun in Jena. Im ersten Durchgang präsentierte er eine Form mit Tinbê und Rôchin (Schild und Kurzspeer), in der zweiten Runde trat er mit zwei Kama (Handsicheln) an. Damit sicherte er sich am Ende auch den Sieg und verwies Evgenii Kiselev aus Woronesch (Russische Föderation) auf Platz zwei. Dritte wurden die Deutschen Marcus Lauenstein (Leipzig) und Martin Mähler (Enneptal).

Im Team-Wettbewerb, einem abgesprochenen Zweikampf, eröffneten die Leipziger mit dem Bo (Langstock) gegen ein Schwert. Diese interessante Kombination reichte für Silber vor den beiden Kämpfern aus Russland. Die goldenen Pokale hingegen gingen mit hauchdünnem Vorsprung, aber verdient, an das Nordhäuser Team, bestehend aus Kevin Freiberg und Robert Zinecker. „Wir haben beide acht Wochen lang speziell für diesen Wettkampf trainiert.“, verriet Zinecker danach das Geheimnis ihres Erfolges.

Letzte Wettkampfart an diesem Tag war das Bô-Shiai. Mit dem Langstock als Waffe traten jeweils zwei Gegner in Schutzausrüstung im freien Kampf gegeneinander an. Sieger wurde Marcus Lauenstein (Leipzig), nachdem er Anatolii Mozgalev (Russische Föderation) im Finale besiegte. Den dritten Platz teilten sich Kevin Freiberg und Robert Zinecker und erkämpften damit Pokal Nummer sechs und Nummer sieben für die Nordhäuser.

Bleibt nur noch der deutschen Mannschaft für das World-Tournament am 27. und 28. Juli auf Okinawa die Daumen zu drücken. Und vielleicht gelingt ja Hagen Walter das Kunststück, seinen Weltmeistertitel dort ein drittes Mal zu verteidigen. Wobei es ihm allerdings der dort ebenfalls startende Frank Pelny sicher nicht leicht machen wird. Beide haben das Potential, sich gegen die starke japanische und internationale Konkurrenz durchzusetzen.

Interessenten an authentischer und qualitativ hochwertiger Kampfkunst bietet der Karate-Do-Kwai Nordhausen ein vierwöchiges kostenloses Probetraining. In der Sportart Karate gibt es verschiedene, nach Alter gestaffelte Trainingsgruppen für Kinder, Erwachsene und auch eine eigene Senioren-Gruppe. Für Kobudô (Waffenkarate) und SaCO-Selbstverteidigung muss man das 14. Lebensjahr schon erreicht haben. Karate-Aerobic ist gerade bei Frauen sehr beliebt und ideal für die Verbesserung der Fitness geeignet. Außerdem gibt es noch eine Übungsgruppe Qi-Gong. Die Kleinsten (4-7 Jahre) werden entwicklungsgerecht in der Ninja-Kids Gruppe an den Sport heran geführt. Wessen sportliches Interesse nicht unbedingt im Kampfsport liegt, der ist in der Gruppe Basis-Fit gut aufgehoben.

Information bekommt man im Internet unter www.karate-nordhausen.de, per Telefon NDH 60 47 36 oder einfach mal zu den Trainingszeiten in der Spendekirchhof-Turnhalle des Humboldt-Gymnasiums in der Münzgasse vorbeischauen.

Sven Schröter (Karate-Do-Kwai Nordhausen e. V.)

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