Sich für den Luchs stark machen

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NABU Thüringen gründet Luchsfreunde-Netzwerk

Jena – Der Luchs braucht Freunde, dessen waren sich die Mitglieder der Landesarbeitsgruppe Wolf & Luchs des NABU Thüringen bewusst und nahmen ihre alljährliche Sitzung in Vollradisroda zum Anlass, um letzten Samstag das Luchsfreunde-Netzwerk zu gründen. „Noch immer sterben Luchse im Straßenverkehr oder durch illegale Verfolgung. Wir möchten uns für das schöne Pinselohr stark machen und für mehr Interesse am Luchs als natürlichen Bestandteil unserer Heimat werben“, berichtet Silvester Tamás, einer der Sprecher der NABU-Landesarbeitsgruppe. „Konkret wollen wir über den Luchs informieren, uns mit anderen Institutionen vernetzten und für mehr Akzeptanz sorgen, sowie Daten und Hinweise zu Luchsvorkommen sammeln. Ziel soll es sein, mehr Wissen über Luchse in Thüringen zu erlangen und den Schutz und die Vernetzung der Lebensräume für den Luchs zu fördern.“

Vor allem das Wissen zu möglichen Luchsvorkommen in Thüringen ist derzeit noch sehr gering. Dabei spielt der Freistaat zukünftig eine entscheidende Rolle bei der Vernetzung der bestehenden, allerdings stark fragmentierten Einzelpopulationen in Deutschland und Europa. „Thüringen, das Grüne Herz Deutschlands, mit seinen schönen wald- und wildreichen Mittelgebirgslagen liegt gewissermaßen im Herzen Europas, genau zwischen den beiden bedeutenden Luchspopulationen im Harz und im Bayerischen Wald mit den angrenzenden Böhmerwaldgebieten“, so Tamás.

Das Luchsfreunde-Netzwerk gründete sich in dem beschaulichen Dorf im Verwaltungsdreieck Weimarer Land, Jena und Saale-Holzland. Die Luchsfreunde setzen sich aus einem bunten Mix an engagierten Naturfreunden zusammen, die verschiedenste Fachbereiche wie Biologie, Veterinär- und Rechtswesen, sowie Forstwirtschaft, Geologie, praktische Naturschutzarbeit und Feldforschung abdecken. Ein wichtiger Punkt der Tagesordnung war an diesem Tag auch die Bestätigung der Sprecher der Landesarbeitsgruppe, Silvester Tamás (NABU Thüringen) und Susanne Löw (NABU Gotha). Mit Blick auf die kommenden Herausforderungen wurde zusätzlich die Benennung einer Stellvertreterin für die Landesarbeitsgruppensprecher beschlossen. Diese Position wird zukünftig Katy Schubert (NABU Ilmkreis) übernehmen.

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