Schuhhaus Schröter in Nordhausen bleibt in Familienhand

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SWG gratuliert Bianka Becker zur Geschäftsübernahme. Christel Schröter baute Unternehmen auf.
Generationswechsel im Schuhhaus Schröter in Nordhausen: Die langjährige Inhaberin Christel Schröter hat jetzt die Schlüssel für das Schuhgeschäft symbolisch an Tochter Bianka Becker übergeben. Ab sofort führt die 31-Jährige das Familienunternehmen in der Engelsburg 1 weiter. Renate Gruben von der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG) überbrachte den langjährigen Mietern anlässlich der Geschäftsübernahme Glückwünsche und Blumen. „Frau Schröter ist seit 1995 an diesem Standort in der Altstadt unsere Mieterin, die Zusammenarbeit war immer sehr konstruktiv und angenehm“, sagte die Leiterin Wohnungswirtschaft bei der SWG.
„Die SWG war auch für uns immer ein guter Partner“, berichtete Christel Schröter und erinnerte an die recht schwierigen Zeiten während des Baus des Einkaufszentrums, des Bürgerhauses und der angrenzenden Straßen. In Absprache mit dem Wohnungsunternehmen zog das Schuhhaus während der Straßenbauarbeiten übergangsweise in die ehemalige Rossmann-Filiale in der Kranichstraße.
Christel Schröter weiß ihr Geschäft, das sie im Jahr 1990 in Niedersachswerfen und fünf Jahre später eine Zweigstelle in Nordhausen eröffnete, bei ihrer Tochter in guten Händen. Seit mittlerweile zehn Jahren arbeitet Bianka Becker, die eigentlich einen medizinischen Beruf erlernt hat, schon mit im Familienbetrieb. „Dass ich das Geschäft einmal übernehme, diese Idee ist erst in den letzten Jahren gereift“, erzählt sie. Die Geschäftsphilosophie ihrer Mutter will sie fortführen: moderne, qualitativ hochwertige Schuhe zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis und gute Beratung. Mit ihrem Sortiment habe sie in Nordhausen eine Nische besetzt und konnte sich gegen die Schuhdiscounter durchsetzen, berichtete Frau Schröter. Ihre Tochter will das Schuhhaus nun fit für die Zukunft machen: „Wir sind auf Facebook und Google plus vertreten, wir haben eine Online-Seite“, berichtet die Geschäftsfrau. Tatsächlich gebe es die Überlegung, auch ins Online-Geschäft einzusteigen. Doch die Idee stünde noch am Anfang. Mit erweiterten Öffnungszeiten habe man auf das veränderte Einkaufsverhalten seit Eröffnung der Marktpassage reagiert: Seit Mitte Februar öffnet das Schuhgeschäft samstags nun bis 16 Uhr.
Auch wenn Christel Schröter jetzt das Rentenalter erreicht hat, vom Tagesgeschäft ganz lossagen will sich die Geschäftsfrau noch nicht. „Zweimal in der Woche helfe ich im Laden aus und auch den Schuheinkauf erledigen wir gemeinsam“, erzählte die 66-Jährige. Ihren rund 2000 Stammkunden bleibt die Niedersachswerferin also noch einige Zeit erhalten.

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