Schülerin aus Pößneck gewinnt landesweiten Plakatwettbewerb gegen Komasaufen

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DAK-Kampagne gegen das Rauschtrinken mit bundesweit 4.000 jungen Teilnehmern

„bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit rund 4.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Komasaufen bei Jugendlichen. In Thüringen kommt das beste Plakat für die Präventionskampagne der Krankenkasse von der 17-jährigen Schülerin Fanny Mundus aus Pößneck im Saale-Orla-Keis. Sie setzte sich mit ihrem Kunstwerk gegen über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch und wurde zusammen mit den anderen Landessiegern in der Landeshauptstadt geehrt. Thüringens Sozialministerin Heike Werner übergab als Schirmherrin der Aktion in Erfurt jetzt die Preise und Urkunden.

„Ich finde ‚bunt statt blau‘ ist sehr wichtig, um über den unkontrollierten Alkoholkonsum von Jugendlichen aufzuklären. Denn immerhin ist Alkohol eine Droge, die allerdings viel zu sehr verharmlost wird“, beschreibt Fanny Mundus ihre Motivation zur Teilnahme am Wettbewerb der DAK-Gesundheit in Thüringen. Der zweite Platz ging an Corinna Hesse (17) aus Nordhausen. Den dritten Rang belegte der 17-jährige Fynn Ehrhardt aus Liebenstein im Ilm-Kreis.

Ministerin Werner: Jugendliche können mit Plakat-Aktion Farbe bekennen

„Die stetig rückläufigen Zahlen von Heranwachsenden, welche aufgrund einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden müssen, geben Anlass zur Hoffnung. Gleichwohl gibt es immer noch eine zu hohe Anzahl von Alkoholeskapaden bei Kindern und Jugendlichen“, so Ministerin Heike Werner als Schirmherrin der Kampagne. „Durch den übermäßigen Konsum von Alkohol können schwere körperliche und seelische Probleme auftreten. Insbesondere beim Komatrinken wird aus Spaß schnell Ernst und eine erhöhte Gefahr der Alkoholabhängigkeit besteht. Gerade deshalb ist es wichtig, eine Initiative wie ,bunt statt blau‘ gegen den Alkoholmissbrauch zu unterstützen. Jugendliche können hier mit ihrem Plakat selbst Farbe bekennen.“

2019 kamen nach aktueller Bundesstatistik rund 20.500 Zehn- bis Zwanzigjährige volltrunken in eine Klinik, davon 626 in Thüringen. „Unsere Kampagne ‚bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen‘ soll Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzeigen. Es ist gut, wenn solche wichtigen Gesundheitsthemen in den Schulalltag einfließen“, sagt DAK-Landeschef Marcus Kaiser. „Im Kampf gegen das Komasaufen sind Jugendliche ganz wichtige Botschafter. Wenn Schülerinnen und Schüler selbst auf die Risiken des Rauschtrinkens hinweisen und Auswege aufzeigen, dann ist das eine wirkungsvolle Prävention. Das diesjährige Siegerplakat unter dem eindringlichen Motto „Bleib stark!“ zeigt, welch negative und beklemmende Wirkung Alkohol haben kann.“

Selbstgestaltete Plakate wirken

Die Plakate, die Schülerinnen und Schüler bei „bunt statt blau“ gestalten, sind tatsächlich für Gleichaltrige besonders eindrucksvoll: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat in einer Online-Studie mit 1.273 Teilnehmern ihre Wirkung im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärken die von der Zielgruppe selbst gemalten „bunt statt blau“-Plakate die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist. Sie haben eine stärker sensibilisierende Wirkung als traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete, Warnhinweise.

Im November wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Daniela Ludwig, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und den Experten vom IFT-Nord die Bundesgewinner 2021. Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau.

Den Plakatwettbewerb „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ gibt es mittlerweile seit zwölf Jahren. Insgesamt haben seit 2010 rund 115.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen wie beispielsweise den internationalen Deutschen PR-Preis.

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