Schloss Herbsleben: Ein Ausflugsziel an der Unstrut.

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Wenige Kilometer südlich von Bad Tennstedt findet man den durchaus sehenswerten Ort Herbsleben. Direkt an der Unstrut gelegen, verfügt er über 2 ehemalige Mühlen. Auch der Ortskern wirkt gepflegt und lädt zum spazieren ein.

Wenn man einmal hier in der Gegend ist, sollte man keinesfalls versäumen die Ruine des Schlosses zu besuchen. Leider findet man nur noch die Grundmauern und Kellergewölbe vor, denn 1958 wurde das Schloss, politisch durch das damalige DDR-Regime motiviert, zerstört.

Historie des Burganlage:
-um 1230: Erbauung der Niederungsburg, vermutlich unter den Herren von Herversleyben
-zwischen 1332 und 1340: Ersterwähnung der Burg Herpfersleuben
-zwischen 1394 und 1424: die Burg ist etwa 17 mal als Aufenthaltsort der wettinischen Herzöge nachweisbar
-1485: im Besitz der Albertiner
-ab 1554: im Besitz des ernestinischen Landhofmeisters und obersten Befehlshabers der Burg Grimmenstein zu Gotha, Ritter Bernhard von Mila
-1555 bis 1557: Ausbau und völlige Neubefestigung der Burg unter dem Baumeister Nikolaus Gromann
-1589 bis 1641: im Besitz derer von Kerstlingerode
-1594 bis 1598: weiterer Ausbau
-1627: Schloss und Ort fallen einem Brand fast völlig zum Opfer
-1647 bis 1709: Familie von Carlowitz; Wiederaufbau des Schlosses unter Einbeziehung des intakten Mauerwerks, Hofgestaltung mit Arkaden,
-1686 bis 1690: weiterer Ausbau
-1709: Für 85.000 Gulden erwarben die Brüder Georg von Forstern und Jacob Wilhelm von Forstern das Schloss[2]
-1810 bis 1823: Geheimrat Menz
-1823 bis 1826: Landgraf von Hessen-Rotenburg
-1826 bis 1847: Fürsten von Hohenlohe-Schillingsfürst
-1847 bis 1907: Herzöge von Ratibor
-1907: Erwerb durch Oskar Becker, Einrichtung einer Gaststätte, Konditorei und Café im Kernschloss, sowie einer Geflügelfarm und Konservenfabrik in der Vorburg
-um 1910: Einrichtung eines Heimatmuseums über der ehemaligen Schlosskapelle St. Jacobus
-1945: Nutzung der Wohnräume für Umsiedler
-1958 Abriss der Kernburg

Aktuell:
Der „Verein Schlossruine Herbsleben e.V.“ erhielt im Jahre 2004 den Thüringer Denkmalschutzpreis für sein ehrenamtliches Engagement im Bereich der archäologischen Denkmalpflege.[3] Der Verein veranstaltet regelmäßig verschiedene Aktionen auf dem Schlossgelände, um Groß und Klein für das Denkmal zu sensibilisieren und Aufklärungsarbeit zu leisten. Die Schlossruine ist öffentlich zugänglich. Über den Verein können Führungen gebucht werden. Veranstaltungen wie Konzerte oder Theaterveranstaltungen sind auf dem Gelände möglich.

[Quelle: Wikipedia Schlossruine_Herbsleben]

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