Sanatorium Hohentanneneck… Teil 2

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Heute setzen wir den Bericht über das Sanatorium fort. Ein paar interessante Dinge haben wir noch zusammentragen können.

Leitende Ärzte im Sanatorium :

  • Dr. med Josef Stein
  • Dr. med Egon Awe
  • Dr. med Siegfreid Elschner
  • Dr.med Kurt Schelp
  • Dr.med Eleonore Glage

  • Bauherr:

  • 1904–1906 Otto Timm
  • 1906–1907 Friedrich Cords

  • Architekt:

  • Hugo Hackelberg/ Otto Hackelberg

  • Bauzeit:

  • 1905–1906

  • Konzession:

  • 27. September 1905 für Otto Timm
  • 13. Februar 1907 für Friedrich Cords

  • Eröffnung:

  • 1907

  • Bettenzahl:

  • 1907 – 32 Betten
  • 1914 – 35 Betten
  • 1950 – 50 Betten

  • 1906 bis ca 1935 gehörte das Sanatorium Friedrich Cords, dem Erbauer. Bis 1935 ging es in den Besitz Mary Cords über. Von 1935 – 1960 besaß es Margarete Eibenschütz – Cords. Danach wurde es verstaatlicht.

    Und noch einen interessanten Artikel kann man, wenn man etwas über das Sanatorium herausfinden möchte, im Netz finden. Die Baubeschreibung zum Entwurf des Sanatoriums:

    »Beiliegende Pläne zeigen den Entwurf eines Sanatoriums, wie solches auf Wunsch des Heilstätten-Inspectors Herrn Otto Timm in Sülzhayn, für sein Grundstück vor dem Heidberge, Gemarkung Sülzhayn, Kartenblatt 8, Parzelle Nr. 54-56 projectiert wurde.
    • Es sollen im Kellergeschoß, die Privatwohnung, die Wirtschaftsräume mit Küche pp und Raum für die Heizung und Kohlen, sowie 2 Badzimmer untergebracht werden.
    • Im Erdgeschoß befinden sich 11 Krankenzimmer, Abteilung für Damen und Herren getrennt. Ferner der Speisesaal, das Ärztezimmer und ein getrennter Abort für Herrn und Damen.
    • Desgleichen sind in der 1. Etage 16 Krankenzimmer angeordnet und Aborteinrichtung wie vor. Die beiden Eckzimmer an der Vorderfront sind turmartig ausgebaut. Das Treppenhaus springt vor und ist als Erker ausgebildet; auch sind an Vorder- und Seitenansichten Balkone angeordnet. Im Dachgeschoß befinden sich 4 Zimmer, sowie 5 Kammern und Bodenraum. Sämmtliche Zimmer sind geputzt und die Ecken ausgerundet.
    • Das Kellergeschoß soll massiv, die übrigen Geschosse in Fachwerk ausgeführt werden. Das Treppenhaus ist massiv gedacht und die Treppe feuersicher angeordnet.
    • Die Fassade ist bis zum Kellergeschoß fachweise geputzt und die Ecken mit Quader eingefaßt. Die Fachausmauerung wird aus Greussener Tuffsteine angefertigt. Ferner ist in der Mitte ein Holzgiebel und an den beiden Seiten Türme mit verkuppelten Dächern angeordnet.
    • Das Hauptdach soll mit Falzziegel eingedeckt werden. Die Turmdächer erhalten Schieferdeckung. Das Kellergeschoß wird scheitrechte Decke zwischen eisernen Trägern. Die anderen Etagen erhalten Balkendecke. Sämmtliche Zimmerdecken werden in Gipsmörtel auf Bretterfachung geputzt.
    • Die lichte Höhe der Etage beträgt: Im Kellergeschoß – 2,70m, im Erdgeschoß 4,00m, in der 1. Etage 4,00 und in dem Dachgeschoß 3,50m. Im nördlichen Seitenflügel ist eine Nebentreppe angeordnet. Die Speisen werden mittels Aufzuges von der Küche in den Speisesaal befördert. Der Luftinhalt der Krankenzimmer bewegt sich zwischen 45,08 und 61,40cbm. Die Entleerung bzw. Abfuhr des Dunges aus den gut auscementierten und luftdicht überwölbten Abortgruben geschieht mittels Pumpe und Dungwagen.
    • Im besonderen Gebäude, getrennt vom Sanatorium, befindet sich die Totenstelle, Isolierraum und Privatwaschküche. Die Waschküche der Kranken befindet sich im Sanatorium. Sämmtliche Fußböden werden wasserdicht hergestellt, die Schornsteinwangen erhalten eine Stärke von 25cm. Die directe Lichtgröße der Fenster für die Krankenzimmer ist nicht unter 2,00qm. Die Desinfizierung geschieht durch Aufstellung eines Schiering’schen Apparates im Totenraum. Die Vernichtung des Auswurfes soll durch Verbrennung stattfinden.

    Ellrich, den 30. August 1904
    Hugo Hackelberg, Zimmermeister
    Otto Timm«

    Quellenachweis:

  • https://www.glass-portal.privat.t-online.de/suelzhayn/04-2_sanatorium_hohentanneck.htm
  • https://www.rottenplaces.de/main/?p=2681
  • https://nicolaibilges.jimdo.com/objekte-nach-art/medizin/sanatorium-hohentanneck
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