Sanatorium Hohentanneneck… Teil 1

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Das Sanatorium Hohentanneneck wurde von Friedrich Cords und Otto Timm von 1904 bis 1907 für private Lungenkranke erbaut. Im Sanatorium sollten Männer und Frauen getrennt untergebracht sein. Begonnen wurde mit einer Bettenzahl von 32, 7 Jahre später waren es 35 und im Jahre 1950 stieg die Bettenzahl auf 50 an. Cords leitete das Sanatorium bis 1925, danach übernahm seine Frau für ca 10 Jahre die Führung. Bis zu ihrem Tode, im Jahre 1960, hatte Margarete Eibenschütz Cords die Leitung des Sanatoriums inne. Nach 1960 wurde das Sanatorium zu einem Altenpflegeheim umgestaltet. Den genauen Zeitpunkt der Schliessung kann man heute nicht mehr sagen.

Über einen kleinen Waldweg und nach wenigen Gehminuten gelangt man zu einem alten Fachwerkhaus mitten im Wald. Das ehemalige Sanatorium Hohentanneneck. Von aussen hat das alte Fachwerk seinen Charme noch nicht verloren. Betritt man den Vordereingang, wird einem allerdings etwas mulmig zumute. Im ersten Moment sieht man nichts, Dunkelheit. Die Augen brauchen eine Weile, bis sie sich an selbige gewöhnen. Jetzt kann die Erkundungstour starten. Eines fällt allerdings sofort auf. Dieses Haus ist gekennzeichnet durch den Verfall, durch den Zerfall. Die Natur, das Wasser, das Wetter, all das haben dem einst so prächtigem Gebäude massiv zugesetzt. Vorsichtig, auf jeden Schritt achtend, betreten wir die Räume. Schimmel, Verottung, Spinnenweben finden wir an den alten Tischen und Bänken. Hier und da noch eine alte Wanne.

Auch im ersten Geschoss sieht es nicht besser aus. Hier ist es aber wesentlich heller. Die Türen zu den Zimmern stehen offen. An einer kann man noch heute das Wort „Heimleiter“ lesen. Immer wieder kann man durch die nicht mehr vorhandenen Wände ins Freie sehen. Der Boden knarrt unter den Füssen. Am Ende eines Flures stossen wir auf eine, eigentlich noch gut erhaltene, Wendeltreppe. Besteigen wollen wir diese allerdings nicht, da man an den Decken Löcher, vom Schwamm zerfressen, sehen kann.
Plötzlich stehen wir auf einer Terasse. Eine wunderschöne alte Holzterrasse. Vorsichtig erkunden wir diese, immer ein Knarren unter den Füssen. Da wir uns nicht gefährden wollen, gehen wir nicht höher, sondern wieder nach unten. Mit einem vorsichtigen Blick an die Decke sehen wir auch hier, dass das Wasser ganze Arbeit geleistet hat.

Auch die hinteren Aussenwände des Gebäudes geben schon mitunter sehr nach…

Das alte Sanatorium hat sicher seine besten Zeiten hinter sich. Alte Relikte wie Badewannen, Amaturen, Zeitungen, vergessene Gegenstände erinnern an die damalige Zeit. Heute muss man allerdings sehr aufpassen, dieses Haus zu betreten, denn der Zerfall hier ist sehr weit fortgeschritten.

Im 2.Teil erfahren Sie noch einige interessante Details zum Entwurf, Architekt u.s.w…

Quellenachweis:

  • https://www.glass-portal.privat.t-online.de/suelzhayn/04-2_sanatorium_hohentanneck.htm
  • https://www.rottenplaces.de/main/?p=2681
  • https://nicolaibilges.jimdo.com/objekte-nach-art/medizin/sanatorium-hohentanneck
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