Runnig Wild bestechen mit kernigem neuem Werk „BLOOD ON BLOOD“

0

Ich sag’s ja immer wieder gern: Richtig gute Rockbands werden nicht älter sie werden im Laufe der Jahre immer besser!
Runnig Wild sind ein Beispiel dafür!

Angefangen hat alles so um das Jahr 1976 / 77. Damals kamen Rolf Kasparek
(„Rock ’n’ Rolf“), der schon in Hamburg einige Jahre als Musiker aktiv war und ein paar Mitstreiter auf die Idee eine neue Band ins Leben zu rufen.
Laut sollte sie sein und die Gitarren sollten dominieren, ordentlich rocken und die Musik sollte international sein und vor allem den Musikern selbst und den Fans richtig Spaß machen.
Gesagt getan, so ging es voller Tatendrang ans Werk und mit vielen Ideen, eigenen Songs und viel Spielfreude wurden die Herren recht schnell von Hamburgs Geheimtipp zu einer der bekanntesten Bands in der deutschen, aber auch internationalen Hardrock und Metalsezene und das über viele Jahre.

Aber dann am 30. Juli 2009 der Schock für die Fans der Band: Running Wild geben auf dem Wacken Open Air mit einen fulminanten Abschiedskonzert ihr Ende als Band bekannt….
Bandchef und Frontmann Rolf Kasparek wollte sich zu jener Zeit, mehr auf andere Dinge des Lebens konzentrieren und so war das (vorläufige) Ende der Band besiegelt.

Aber so ganz ließ ihn die Leidenschaft zur Musik und seiner alten Band dann doch nicht los, so kam es, das Runnig Wild ab 2012 wieder in Erscheinung trat und auch seitdem nicht nur regelmäßig Alben veröffentlicht, sondern auch wieder so manches Festival und Bühne rockt.

Übrigens nach zahlreichen Umbesetzungen ist Rolf Kasparek das einzige noch verbliebene Gründungsmitglied und ist als Bandchef, nunmehr das Aushängeschild der Band, die nun mit BLOOD ON BLOOD ihr neues Album vorlegt, dessen Songs alle bis auf wenige Ausnahmen von Rock N’ Rolf selbst stammen.

Klar und wer kann es ihm verdenken, ist der Musiker mit Recht stolz auf sein neues Werk und so bezeichnet das neue Album „als das bis dato abwechslungsreichste seiner Laufbahn“. „Dieses“ so sagt er „ betrifft nicht nur die kompositorische Seite, sondern auch die Produktion.
Jeder Song hat seinen eigenen, unverwechselbaren Sound“, erklärt der Running Wild-Käpt`n.
Ein gutes Beispiel hierfür ist die wunderbare Powerballade „One Night, One Day“, die durch ihre klare Gitarrenarbeit eine wunderbare Tiefe und eine tollen Spannungsbogen bekommt und sicher bei den Liveshows der Band erst richtig seinen vollen Sound entfalten wird.
Rolf sagt: Dieses Stück mit seiner hymnische Ausrichtung und seinem ungewöhnlichen Arrangement wird garantiert für Aufsehen sorgen…“

Und weiter:
„Für mich war dieses Stück ein kleines Experiment, wie ich es zuvor noch nie gewagt habe, denn ‚One Night, One Day‘ hat nicht die typische Intro- Strophe- Refrain-Struktur, sondern baut sich kontinuierlich und über seine gesamte Länge auf.“

Ähnlich bemerkenswert ist auch der Kracher The Iron Times (1618 – 1648), mit elfminütiger Spielzeit und zugleich der längste Track der Scheibe,
welcher mit seinem Text über den 30-jährigen Krieg auch einer der anspruchsvollsten des Albums ist.

Ebenso historisch und interessant ist auch „Crossing The Blades“, hier thematisieren Running Wild die Geschichte der drei Musketiere, wie sie sich im 17. Jahrhundert zugetragen hat.

Aber trotz aller textlichen Ambitionen müssen die Fans des gepflegten Hardtrock und Metalsounds der alten Schule keine Angst haben, denn auch auf BLOOD ON BLOOD gibt es mit „Wild & Free“ und „Wild, Wild Nights“ zwei, wie Rolf sie bezeichnet, „Partyrocker“, die einfach nur Spaß machen sollen und genau diesen Auftrag
zur vollen Zufriedenheit erfüllen.
Wobei es mit „The Shellback“ noch einen wunderbaren Song gibt, der mit einem keltisch anmutenden Intro startet und die stimmungsvolle Seefahrer-Thematik aus ihrer eigenen „Piraten Rocker“ Bandgeschichte unterstreicht und die herrlich frische 80er Jahre Attitüde des Album untermauert, das mit kernigen schnellen, aber auch leisen Tönen besticht und vollends überzeugt.

Rund um: Runnig Wild sind wieder voll da und mit Rock N’ Rolf – Stimme und Gitarren, Peter Jordan ebenfalls Gitarre, Ole Hempelmann am Bass und Michael Wolpers an den Trommeln bereit wieder richtig durchzustarten.

Übrigens sind sie auch für das ROCKHARZ 2022 gebucht!!!

Piraten macht euch bereit, Runnig Wild sind wieder da auf CD und bald auch wieder Live!

Text + Grafik Stefan Peter

Share.

Leave A Reply

*