Runder Tisch zum Tierschutz

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Zu einem Runden Tisch Tierschutz hat jetzt des Veterinäramt des Landkreises Nordhausen eingeladen. Gemeinsam mit Tierschutzvereinen und -organisationen sowie privaten Tierschützern haben sich die Amtstierärztinnen und Mitarbeiterinnen des Landratsamtes zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch getroffen. „In unserem Landkreis engagieren sich verschiedene Vereine und Organisationen für das Tierwohl, mit denen wir zusammenarbeiten und die für unsere Arbeit auch eine wichtige Unterstützung sind. Denn wir bekommen wichtige Hinweise auf mögliche tierschutzrechtliche Verstöße, denen wir nachgehen“, sagt Amtstierärztin Therese Wenschuh. „Es ergeben sich in der täglichen Arbeit also immer wieder Berührungspunkte, wobei unsere Herangehensweise im Veterinäramt aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen aber anders sein kann als es die Vereine mitunter erwarten. Mit diesem Runden Tisch wollen wir die rechtlichen Voraussetzungen unserer Arbeit näher erläutern und für ein gegenseitiges Verständnis werben.“

Das Veterinäramt wurde in verschiedenen Fällen mit dem Vorwurf konfrontiert, nicht ausreichend und entschieden genug zu handeln. „Wenn wir Hinweise erhalten, fahren wir lieber einmal zu viel als zu wenig raus und schauen uns den Sachverhalt vor Ort an“, beschreibt Therese Wenschuh die Vorgehensweise des Veterinäramtes. „Allerdings brauchen wir konkrete Hinweise und Angaben, um handeln zu können.“ Als Behörde ist es Maßgabe für das Veterinäramt, im Rahmen der tierschutzrechtlichen Gesetzgebung bei tatsächlichen Verstößen alle Maßnahmen zu ergreifen, um – wie es im Gesetz heißt – tierschutzrechtliche Störungen zu beseitigen und zukünftige Störungen zu verhüten. „Dabei müssen die Maßnahmen angemessen und verhältnismäßig sein. Möglich ist beispielsweise eine vorrübergehende Fortnahme der Tiere oder bei wiederholten Verstößen oder sehr schwerwiegenden Verstößen sogar das Untersagen der Tierhaltung“, so Amtstierärztin Dr. Tanja Rautenberg.

Ein wichtiges Thema des Runden Tisches war auch die Katzenschutz-Verordnung des Landkreises Nordhausen. Ende 2019 hat das Veterinäramt diese Verordnung zum Schutz freilebender Katzen erlassen. In den festgelegten Schutzgebieten Kernstadt Nordhausen, Bleicherode und Heringen gibt es seitdem die Vorgabe, freilaufende Katzen zu kennzeichnen, zu registrieren und vor allem zu kastrieren bzw. sterilisieren, um ungewollten Nachwuchs zu vermeiden. Hintergrund dieser Festlegung war die deutliche Zunahme von streunenden Katzen bzw. Katzenjungen, die oft in einem schlechten Gesundheitszustand aufgefunden werden. In der Diskussion mit den Tierschutzvereinen wurde deutlich, dass zwar bislang die Anzahl der eingefangenen Katzen noch nicht zurückgegangen ist, aber es mussten deutlich weniger Katzen tierärztlich behandelt werden. „Wir im Veterinäramt bedanken uns bei den ehrenamtlichen Tierschützern im Landkreis Nordhausen für ihre wichtige Arbeit“, betont Dr. Tanja Rautenberg abschließend. „Von allen Seiten des Runden Tisches wurde der Wunsch geäußert, dieses konstruktive Gespräch zu wiederholen und gemeinsam tierschutzrechtliche Probleme im Landkreis anzugehen.“

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