Romeo Wecks ist neuer Kompositionsstipendiat der Thüringer Landesmusikakademie

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Romeo Wecks aus Berlin hat den Sondershäuser Kompositionswettbewerb 2018 der Thüringer Landesmusikakademie gewonnen. Der 24-Jährige setzte sich mit seinem Stück „Verrinnende Zeit“ gegen 15 weitere Bewerber durch, teilte Akademiedirektor Prof. Dr. Eckart Lange in Sondershausen mit. Mit dem zweiten Preis wurde der 20-jährige Jan Arvid Prée aus Dresden mit seiner Komposition „…o du schönste…“ ausgezeichnet. Über die Vergabe der Preise hat eine Fachjury entschieden, der unter der Leitung von Prof. Lange der Generalmusikdirektor des Loh-Orchester Sondershausen, Michael Helmrath, der Composer in Residence, Christoph Ehrenfellner aus Wien, und Prof. Jens Marggraf, Professor für Musiktheorie an der Martin-Luther-Universität Halle, angehören.

Der erste Preis besteht neben einem Preisgeld in einem 10-wöchigen Aufenthalt in Sondershausen mit der Maßgabe, in dieser Zeit an einem neuen Orchesterwerk zu arbeiten, für dessen Uraufführung das Loh-Orchester Sondershausen in der Spielzeit 2019/2020 bereit steht. Außerdem wird das eingereichte kammermusikalische Werk zur Aufführung gebracht. Der zweite Preis umfasst zusätzlich zu einem Preisgeld ebenfalls die Uraufführung der eingereichten Komposition.

Der 1994 in Berlin geborene Romeo Wecks begeisterte sich schon im frühen Kindesalter für Musik – insbesondere für das Improvisieren am Klavier – und erhielt mit sieben Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Es folgten zahlreiche Preise bei Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ auf Regional- und Landesebene, in den Kategorien Klavier, Duo Kunstlied und Komposition. Von 2013 bis 2017 studierte Romeo Wecks den Bachelor of Music „Instrumentale Komposition“ an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar bei Prof. Michael Obst, Ulrich Kreppein (PhD) und Prof. Reinhard Wolschina; im Oktober 2017 begann sein Masterstudium im Fach Komposition, ebenfalls bei Prof. Wolschina in Weimar. Romeo Wecks ist derzeit als Komponist, Pianist und Dirigent aktiv. Aufführungen seiner Werke gab es auf nationaler und internationaler Ebene, etwa mit den Thüringer Symphonikern Saalfeld-Rudolstadt oder mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach. Im April 2018 erlebte sein neues Orchesterwerk „Der brennende Himmel“ im 5. Sinfoniekonzert des Nordharzer Städtebundtheaters „Beethoven+X“ seine Uraufführung.

Der zweite Preisträger des Wettbewerbs, Jan Arvid Prée, wurde in Dresden geboren und ist mit dem Musikleben der Stadt aufgewachsen. Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe wie „Jugend musiziert“ oder „Jugend komponiert“ auf Bundesebene. Seit 2015 studiert er Dirigieren bei Prof. Ekkehard Klemm in Dresden. Er ist Chorassistent der Singakademie Dresden sowie Musikalischer Leiter des Kammerorchesters „Concentus Vocum Dresden“. In der Spielzeit 2017/18 übernimmt er die Aufgabe der musikalischen Assistenz und Einstudierung von Gottfried von Einems „Besuch der alten Dame“ an den Landesbühnen Sachsen. Als Komponist und Dirigent arbeitete er mit zahlreichen Ensembles wie dem Dresdner Kreuzchor, der Staatsoperette Dresden, der Elbland Philharmonie Sachsen oder den Berliner Philharmonikern zusammen.

Der Kompositionswettbewerb wendet sich an vorwiegend jüngere, noch nicht etablierte Komponistinnen und Komponisten, denen ein intensiver künstlerischer Arbeitsprozess an der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen ermöglicht werden soll. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Thüringer Ministers für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff und erfolgt in Kooperation mit der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH und Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH.

Fotos: Jeunesses Musicales Deutschland (Prée),

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