Restmüll im Kleidercontainer entsorgt

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Der Markt für Altkleider ist seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland faktisch zusammengebrochen. Mit dieser Situation muss auch der Horizont-Verein in Nordhausen zurechtkommen. Der gemeinnützige Verein ist im Landkreis Nordhausen für bis zu 50 Altkleider-Container der ehemaligen Lift gGmbH verantwortlich.

“Wir kommen mit dem Entleeren der Container kaum noch hinterher, auch die Großcontainer der Verwerter sind teilweise schon voll und die Preise sind in den zurückliegenden Wochen in den Keller gerauscht”, beschreibt der zuständige Bereichsleiter Jörg Wolf die Situation. Der Horizont stellt die Kleidung im Stöbereck und der Möbelbörse (EIC) für eine Aufwandsentschädigung bereit. Das aus dem Verkauf erlöste Geld wird dafür verwendet, um die Abholung, Aufbereitung und Weiterversendung zu realisieren.

Foto:Horizont

Durch die aktuelle Situation in Zeiten der Pandemie kommt es zu einer besonders intensiven Befüllung, so dass die bisherigen Abholzyklen nicht immer ausreichen. Erschwerend kommt hinzu, dass mitunter fatale Entsorgungsverhalten der Bürgerinnen und Bürger. So finden die Weiterverwerter in den Säcken bis zu 50 Prozent Hausmüll, der einfach so in den Kleidercontainer gewandert ist. Wir bitten daher alle zu bedenken, dass mit diesem unschönen Verhalten, ein gesellschaftlicher Schaden verursacht wird.

Foto:Horizont

“Wir wollen mit unseren Aktivitäten natürlich auch den regionalen, ökologischen Kreislauf unterstützen und setzen auf eine Wiederverwertung der getragenen Kleidungsstücke.”, meint Wolf. So bekommt diese Kleidung ein “zweites Leben”. Gerade in Zeiten, in denen direkt die Folgen der Pandemie sicht- und erlebbar werden, bemerkten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im “Stöbereck” eine erhöhte Nachfrage nach getragenen und damit preiswerten Kleidungsstücken.

Sollte sich das Entsorgungsverhalten der Mitmenschen in Bezug auf den Restmüll nicht ändern, dann geht Jörg Wolf von einer Reduzierung der aufgestellten Container aus. Diese Entwicklung wollen wir jedoch aus gesellschaftlicher Sicht vermeiden und das System weiterhin aufrechterhalten, “bitte unterstützen Sie uns hierbei!” appelliert Wolf.

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