Reifen selber wechseln – so geht’s richtig

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Nach dem langen Sommer befinden sich die Temperaturen mittlerweile im Sinkflug. Zeit, die Winterreifen aufzuziehen. Vor allem bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius haben diese gegenüber Sommerreifen deutliche Vorteile bei Haftung und Bremsvermögen. Wer sein Auto dafür nicht in die Werkstatt bringen möchte, kann den Wechsel mit etwas Geschick und dem richtigen Werkzeug selber vornehmen. Für die eigene Sicherheit sollten jedoch einige Punkte beachtet werden. Der ADAC Hessen-Thüringen gibt Tipps:

„Der Reifenwechsel sollte nur auf ebenem und festem Untergrund durchgeführt werden, damit der Wagenheber fest steht nicht wegrutschen kann“, erklärt Ulrich Buckmann, Technikexperte des ADAC Hessen-Thüringen. „Ungeeignet sind vor allem Untergründe wie Wiese oder Schotter.“

Achtung: Verfügt das Fahrzeug bereits über ein modernes Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS), ist es besser den Radwechsel in der Werkstatt durchführen zu lassen, da hier der Reifenwechsel/Reifendruck in der Fahrzeugsoftware neu abgespeichert werden muss. Dies erfordert bei einigen Marken sogar ein entsprechendes elektronisches Gerät.

Die Wechselreifen sollten grundsätzlich vor der Montage auf Beschädigungen und Profiltiefe (der ADAC empfiehlt mindestens vier Millimeter bei Winterreifen) kontrolliert werden und können danach bereit gelegt werden. Vor der Demontage die Handbremse des Wagens anziehen und zusätzlich den ersten Gang einlegen. Danach die Radmuttern- /schrauben lockern.

Für alle Arbeiten mit dem Wagenheber gilt: Niemals unter das Fahrzeug legen, wenn dieses nicht gesondert durch Unterstellböcke gesichert ist. Danach können die Radmuttern komplett gelöst und das Rad abgenommen werden.

Nach dem Aufsetzen des neuen Rades die Schrauben von Hand eindrehen und mit dem Radmutterschlüssel über Kreuz soweit anziehen, dass das Rad fest anliegt. Danach den Wagen ablassen, bis das Rad Bodenkontakt hat. Im Anschluss die Schrauben/Muttern erneut über Kreuz fest anziehen. Vor allem bei Alufelgen sollte das vom Hersteller vorgegebene Drehmoment eingehalten werden. Am besten eignet sich hierfür ein Drehmomentschlüssel. Ist vom Hersteller nichts Gegenteiliges vorgeschrieben, dürfen die Gewinde der Radschrauben/Radmuttern aus Sicherheitsgründen nicht gefettet werden.

Sind alle vier Reifen gewechselt, die Muttern noch einmal auf festen Sitz prüfen und den Reifendruck kontrollieren. Die Sommerreifen sollten vor dem Einlagern auf Beschädigungen und Fremdkörper in der Lauffläche geprüft und entsprechend ihrer vormaligen Position mit Kreide auf der Lauffläche markiert werden. (z.B. VL für vorne links.)

Nach 50 Kilometern Fahrt noch einmal kontrollieren, ob die Schrauben festsitzen.

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