Rangfolge der Thüringer Industrie im 1. Quartal 2020 nach Kreisen: Ilm-Kreis weiterhin Spitzenreiter

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In vier Thüringer Landkreisen und einer kreisfreien Stadt Thüringens stiegen nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im 1. Quartal 2020 die Industrieumsätze im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres. Die höchsten Umsätze wurden im Ilm-Kreis erzielt, gefolgt vom Landkreis Gotha und dem Wartburgkreis.
Die Betriebe von fünf Landkreisen und zwei kreisfreien Städten erwirtschafteten im 1. Quartal 2020 einen Umsatz in Höhe von rund 4,2 Milliarden Euro. Das ist mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes der Thüringer Industriebetriebe mit mehr als 50 Beschäftigten in Höhe von 8,0 Milliarden Euro. Der Ilm-Kreis erzielte im 1. Quartal 2020 einen Umsatz in Höhe von 836 Millionen Euro, der Landkreis Gotha 831 Millionen Euro und der Wartburgkreis 649 Millionen Euro. Die höchsten Zuwächse hatten der Landkreis Gotha mit 162 Millionen Euro, der Ilm-Kreis mit 49 Millionen Euro, der Saale-Holzland- Kreis und die Stadt Jena mit 15 Millionen Euro. Vergleichsweise niedrige Umsätze erzielten die Be- triebe der Städte Weimar und Suhl.

Die Exportquote, der Anteil des Auslandsumsatzes am Umsatz insgesamt, betrug im 1. Quartal 2020 im Durchschnitt 37,5 Prozent und lag um 0,4 Prozentpunkte über dem vergleichbaren Vorjahreszeit- raum. Über dem Thüringer Durchschnitt lagen
– die Stadt Jena mit 71,4 Prozent,
– der Kyffhäuserkreis mit 51,0 Prozent,
– der Ilm-Kreis mit 48,5 Prozent,
– der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit 44,8 Prozent sowie
– der Landkreis Sonneberg mit 41,3 Prozent.
Lediglich 19,0 Prozent betrug der Exportanteil am Umsatz in der kreisfreien Stadt Suhl und im Land- kreis Altenburger Land, im Landkreis Greiz 26,1 Prozent und im Landkreis Nordhausen 26,9 Prozent.

Im Monatsdurchschnitt waren im 1. Quartal 2020 in den Thüringer Industriebetrieben 145 Tausend Personen tätig, 3 659 Personen weniger als in den ersten drei Monaten 2019. Mit rund 2,5 Prozent Beschäftigten weniger wurde im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres ein um 2,9 Prozent bzw. über 244 Millionen Euro geringerer Umsatz erzielt. Die Exporte sanken um 1,9 Prozent (58 Millionen Euro).
Vier Landkreise und zwei kreisfreie Städte hatten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Zu- wachs an Industriebeschäftigten. Spitzenreiter waren die Stadt Jena mit 5,5 Prozent (+ 412 Perso- nen), die Stadt Weimar mit 3,3 Prozent (+ 42 Personen) und der Saale-Holzland-Kreis mit einem An- stieg um 1,5 Prozent (+ 79 Personen). Den höchsten Rückgang an Arbeitsplätzen verzeichnete der Landkreis Schmalkalden-Meiningen mit 842 Personen.
Inwieweit sich die Coronakrise im 1. Quartal 2020 auswirkte, ist noch nicht klar erkennbar.

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