Punkteteilung in Metzingen

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Nach einer spannenden Schlussphase trennten sich der Thüringer HC und der TuS Metzingen 29:29 (14:16). Bis zur letzten Minute hielten beide Mannschaften das Spiel offen und lieferten aus Sicht des THC den nächsten Handballkrimi ab. Die Mannschaften zeigten eine ähnliche Taktik und versuchten aus offensiver Abwehr mit schnellem Umschaltspiel die gegnerische Mannschaft unter Druck zu setzen. Das provozierte viele Strafwürfe und Zeitstrafen. Die Führung wechselte dabei mehrfach. Insgesamt geht die Punkteteilung in Ordnung. Für die Heimmannschaft traf Katarina Pandza zehn Mal ins THC-Tor, acht Treffer gingen für die Gäste auf das Konto von Anika Niederwieser.

Schon in der ersten Minute kassierte Jennifer Rode eine Zeitstrafe, den fälligen Strafwurf verwandelte Katarina Pandza zur 1:0-Führung. Damit entsprach der Start mit Sicherheit nicht den Vorstellungen des THC. Aus einer gut stehenden Abwehr heraus legten die TuSsies nach und führten mit 2:0. In Unterzahl, aber mit siebter Feldspielerin, verkürzte der Thüringer HC. Wieder vollzählig gelang nach fünf gespielten Minuten der Ausgleich zum 3:3, das Spiel war neutralisiert. Die Gäste kamen immer besser ins Spiel. Aus einer guten Abwehr heraus, erzielte Lambrina Tsakalou die erste Führung zum 4:5, Anika Niederwieser legte noch einen drauf. Noch vor Ablauf der ersten zehn Minuten verwandelte Katarina Pandza bereits den dritten Strafwurf zum 5:6. Beide Teams bemühten sich das Tempo hochzuhalten und die gegnerische Mannschaft so unter Druck zu setzen. Zwischenzeitlich wechselte die Führung wieder. Kerstin Kündig kassierte in der 13. Minute die zweite Zeitstrafe für den Thüringer Handball Club, die Unparteiischen ließen nichts durchgehen. Erneut waren die Gäste gezwungen, die Torhüterin gegen eine Feldspielerin zu wechseln. Prompt fiel das 8:6 für die Schwäbinnen und THC-Trainer Herbert Müller nahm das erste Team Timeout. Pech für Lydia Jakubisova, allein vorm Metzinger Tor traf sie nur den Pfosten. Nach knapp 17 Minuten lag der Thüringer HC mit zwei Toren zurück – 9:7. Trotz des Rückstandes ließen sich die Thüringerinnen nicht beirren. Asli Iskit entschied knapp acht Minuten vor der Pause das Duell von der Strafwurflinie für sich – 12:11. Nicole Roth verhinderte mehrmals den Anschlusstreffer der Gäste. Laura Kuske stand ihr im THC-Tor in nichts nach. Zum Ende der 28. Spielminute der erneute Ausgleich, Yuki Tanabe schloss ihren Angriff mit dem Tor zum 14:14 ab. Trotzdem gelangen den TuSsies noch zwei Treffer vor der Pause und so verabschiedeten sich beide Mannschaften beim Stand von 16:14 in die Halbzeit.

Der Thüringer HC startete in Unterzahl in die zweite Spielhälfte, Anika Niederwieser saß noch eine Zeitstrafe ab. Trotz einer Spielerin weniger legte Johanna Reichert nach und erzielte aus dem Rückraum das 16:15. Kaum zurück im Spiel schloss Anika Niederwieser einen Tempogegenstoß zum 17:17 ab. Irma Schjött gab mit sehenswerten Paraden ihren Einstand in die 2. Halbzeit und pariert den sechsten Strafwurf von Katarina Pandza, nachdem Jennifer Rode noch mal auf der Bank Platz nehmen musste. Der THC nun vorn und führte fünf Minuten nach der Pause mit 18:19. Einen herausgespielten Zweitore-Vorsprung konnte der THC in Unterzahl nicht verteidigen, Svenja Hübner machte es mit dem Torerfolg zum 20:20 spannend. Wieder versuchten beide Mannschaften mit schnellem Umschaltspiel die Gegnerinnen unter Druck zu setzen und aus der Verteidigung heraus in den Positionsangriff zu zwingen. Die Taktiken beider Teams ähnelten sich, man agierte auf Augenhöhe. Metzingen lief nun der knappen Führung der Gäste hinterher. Nach vierzig Minuten verteidigte der Tabellenvierte eine knappe Zweitoreführung – 22:24. Ausruhen ging nicht, Britt van der Baan verwandelte zwei Strafwürfe und schon stand ein 24:24 auf der Anzeigetafel. Nach technischem Fehler mit Ballverlust des Thüringer HC trafen die Gastgeberinnen zur 25:24-Führung. In der 47. Minute die nächste Auszeit beim Thüringer HC. Das Team von Herbert Müller leistete sich insgesamt zu viele Fehler, Metzingen bestrafte diese sofort und blieb vorn – 26:25. Makellos zeigte sich Asli Iskit beim Strafwurf und so erzielte sie den Ausgleich. Der Spielverlauf hatte sich gedreht, nun waren es die Gastgeberinnen, die zwar vorlegten, aber sich nicht absetzen konnten. Die Schlussphase im Spitzenspiel der Handball Bundesliga entwickelte sich zum Krimi, darin hat der THC in dieser Saison Übung. Hinten gute Abwehrleistungen, vorn, Fehler und verworfene Bälle auf beiden Seiten, der THC in Unterzahl mit dem Ausgleich zum 27:27. Knapp vier Minuten fiel kein Tor. Edina Rott zog zu Beginn der 55. Minute die grüne Karte. Viereinhalb Minuten noch zu spielen, Anika Niederwieser tankte sich durch die Abwehr der Süddeutschen und legte zum 27:28 vor. Den 30. Treffer für die Gäste verhinderte Nicole Roth, Metzingen dafür mit der Chance zum Ausgleich, die Svenja Hübner auch ergriff – 29:29. Die dritte Auszeit der Gäste, noch 28 Sekunden bis zum Spielende. Nicole Roth parierte, keine Führung für den THC. Der schnelle Gegenangriff, Svenja Hübner verwarf Sekunden vor dem Schlusspfiff und vergab so den Sieg der Gäste. Mit einem gerechten 29:29-Unentschieden trennten sich die Tabellennachbarn und teilten sich somit die Punkte.

Statistik:
TuS Metzingen: Nicole Roth, Rebecca Nilsson; Katarina Pandza 10/6, Lena Degenhardt 1, Anna Albek 1, Madeleine Östlund, Marte Juuhl Svensson 5, Sabrina Tröster, Maren Weigel, Britt van der Baan 4/2, Svenja Hübner 5, Julia Symanzik, Dagmara Nocun 3.

Thüringer HC: Laura Kuske, Irma Elisabet Schjött; Annika Meyer 5, Yuki Tanabe 2, Dominika Zachova, Asli Iskit 4/4, Anika Niederwieser 8, Labrina Tsakalou 3, Kerstin Kündig 2, Lydia Jakubisova, Johanna Reichert 5, Kim Braun, Jennifer Rode.

Strafwürfe: 9/10 – 4/4.

Zeitstrafen: 3 – 5.

Zuschauer: 603.

Schiedsrichter: Maike Merz/Tanja Kuttler.

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