Projekt ThINKA Artern – positive Effekte sichtbar

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“Thinka“ steht für Thüringer Initiative für Integration, Nachhaltigkeit, Kooperation und Aktivierung. Es wird gefördert aus der Armutspräventionsrichtlinie durch den Freistaat Thüringen und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Das Projekt Thinka Artern befindet sich in Trägerschaft des Landkreises und kann im nächsten Monat auf sein 5-jähriges Bestehen zurückblicken.

Das Projekt arbeitet mit einem sozialraumbezogenen Konzept, um einen aktivierenden Beitrag zur sozialen Integration und damit zur Herstellung bzw. Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit sowie der Lebensbedingungen im Projektgebiet zu leisten. Sämtliche Unterstützungsleistungen sind für die Nutzer kostenfrei. Gemeinsam mit den Akteuren vor Ort, sollen Methoden und Ansätze für eine tragfähige Willkommenskultur etabliert werden.

Das Projekt initiiert, unterstützt und koordiniert Gemeinwesensprojekte im Projektgebiet, wie Wohnumfeldverbesserungen, sozialraumbezogene Projekte und Engagement im Sozialraum. Die beiden Mitarbeiterinnen begleiten und beraten Menschen bei ihren individuellen Alltagsproblemen, Behördenangelegenheiten und bei der Bewältigung persönlicher Krisen. Bei weiterreichenden Problemlagen erfolgt eine Vermittlung an Netzwerkpartner und weiterführende Angebote im Sinne einer Lotsenfunktion. Insbesondere in strukturschwachen Stadtvierteln soll den Bewohnern da Unterstützung geboten werden, wo sie im ganz praktischen Alltag am nötigsten wird. Das kann den Handyvertrag, aber beispielsweise auch die Rundfunkgebührenbefreiung betreffen. Die Arbeit vor Ort will die Bewohner stärken, durch Hilfe in akuten Situationen, durch Beratung und durch das Stärken der Konsum- und Finanzkompetenz.

Wie das funktionieren kann, lässt sich am besten auf der Sozialraumebene erproben. Denn an diesen Orten spielt sich das tägliche Leben der Menschen ab, hier werden soziale Kontakte gepflegt.

Ein weiteres Feld umfasst Engagementpotenziale zu identifizieren und über Unterstützungsangebote zu informieren.

Seit Programmstart im März 2013 wurden fast 700 Bewohner in ihren individuellen Problemlagen unterstützt. Allein im letzten Jahr fragten 185 Bewohner die Anlaufstelle erstmalig an. Neben öffentlichen Veranstaltungsreihen wie beispielsweise Erste Hilfe am Kind, Energiesparen, Sicherheitstipps gegen üble Tricks, Leben mit Diabetes wurden auch Workshops für ehrenamtlich Aktive realisiert und mit Netzwerkpartnern Jugendprojekte und Ferienfreizeiten veranstaltet. Aktuell liegt dem Projekt eine Förderzusage bis Ende 2019 vor.

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