Positive Bilanz zu ASP-Übung

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Zu der großangelegten, landesweiten Tierseuchenübung in dieser Woche zieht das Veterinäramt des Landkreises Nordhausen eine positive Bilanz. Ziel der vom Land Thüringen angesetzten Übung war es, den Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu trainieren. Auch der Landkreis Nordhausen war einbezogen: Im Übungsszenario wurde ein infiziertes totes Wildschwein im Raum Sollstedt-Bleicherode gefunden. Während der dreitägigen Übung haben die Mitarbeiter des Veterinäramtes jeden Morgen Aufgaben vom Landesamtes für Verbraucherschutz (TLV) erhalten, die es abzuarbeiten galt. „Die Kommunikation zwischen den Veterinärämtern in Thüringen und dem TLV ist sehr gut gelaufen“, fasst Amtstierärztin Dr. Tanja Rautenberg zusammen. „Unser Krisenstab und die Sachverständigengruppe waren arbeitsfähig und ergebnisorientiert. Beteiligt sind daran die Untere Jagdbehörde, der Thüringen Forst, der Kreisbauernverband sowie Kreisjägerschaft und alle Akteure sichern ihre Unterstützung im Krisenfall zu. Die gestellten Aufgaben waren mit unserer personellen Besetzung im Fachbereich Veterinärwesen gut zu bewältigen und auch unsere Azubis konnten wir gut einbinden.“

Zu den Aufgaben während der Tierseuchenübung gehörte es beispielsweise zu planen, wie die entsprechenden Schutzzonen um den Fundort eingezäunt, welche Schutzmaterialien benötigt oder welche Auflagen für schweinehaltende Betriebe erteilt werden müssen. „Würde tatsächlich wie in der Übung in einem Worst-Case-Szenario das ganze Land Thüringen betroffen sein, ist der Vorrat an Ausrüstung auf Landesebene endlich. Hier kann nicht jeder Landkreis mit materieller Unterstützung rechnen, so dass wir hier auch mit eigenen Mitteln gefordert sind. Darauf sind wir aber vorbereitet“, so Dr. Rautenberg. „Auch die Gemeinden sind im Tierseuchenfall zur Unterstützung verpflichtet. Denn klar ist, dass bei einem tatsächlichen Infektionsfall die Bekämpfung der Schweinepest im Landkreis über einen langen Zeitraum einen hohen personellen sowie materiellen Einsatz fordern würde.“ Deshalb weist das Veterinäramt in diesem Zusammenhang noch einmal alle Schweinehalter darauf hin, ihrer gesetzlichen Meldepflicht nachzukommen, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Lage.

In die landesweite Übung waren fast alle Veterinärämter einbezogen. Solche Übungen finden regelmäßig alle ein bis zwei Jahre statt. Die Afrikanische Schweinepest ist in Deutschland bislang nur in Brandenburg nachgewiesen worden. Gegen die Krankheit gibt es derzeit keinen Impfstoff. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich.

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