NSV: Handballer mit guter Angriffsleistung

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In der Landesliga haben die Handball Männer des NSV am Samstag im Kampf um den Abstieg zwei wichtige Punkte eingefahren. Gegen die Zweite aus Werratal gab es einen Start – Ziel Sieg.

Verbandsliga Männer / Nordhäuser SV – HSG Werratal II 30:25
Im Abstiegskampf stehen die Männer des NSV mit dem Rücken zur Wand und jede Partie bis zum Saisonende wird zu einem Endspiel. Jedoch anders wie unter der Woche geschrieben, hat die Mannschaft und das Umfeld die Zeichen schon seit längerem erkannt.

Da sich fast der komplette Rückraum im Krankenlager befindet stellten sich andere der Herausforderung. Und zwei Spieler drückten gleich der Partie ihrem Stempel auf. Mit insgesamt 18 der 30 erzielten Treffer waren Stefan Fuhrmann (10 Treffer) und Thomas Riemekasten (8 Treffer) nicht zu halten.

Die Südharzer, schon weit vor der Partie bis in die Haarspitzen motiviert, legten sofort mit einem Doppelschlag von Fuhrmann los (2:0). Der Anschlusstreffer wurde nur von der Anzeigetafel wahrgenommen. Die Hausherren spielten im Rausch und wie in alten Zeiten. Mit 7:1 enteilten sie und zwangen die HSG Bank zu einer Auszeit. Um diese Auszeit wird es später noch viel Gesprächs- und Zündstoff geben.

Aus dem ziehen der grünen Karte wurde für die Gäste ein Alptraum. Die Schiedsrichter, in der Situation regelkonform, pfiffen diese zurück. Was folgte erschloss sich dem Zuschauer nicht ganz. Es endete aber mit 3 Zeitstrafen für die HSG, und das nicht wegen Foulspiel.

Nordhausen hätte die Situation ausnutzen können, vielleicht in ihrer Lage aus müssen, jedoch sie entschieden sich zum Fair Play. Thomas Riemekasten warf den Ball nach Anpfiff in die HSG Reihen. Da alle drei Spieler ihre Zeitstrafe zugleich erhielten plätscherte die Partie 2 Minute lang dahin. Ganz hielt sich die HSG ihrerseits nicht daran und netzte zum 7:2 in Unterzahl ein.

Eigentlich war die Partie zu diesem Zeitpunkt, wenn man den weiteren Spielverlauf betrachtet, entschieden. Die Gäste, bis dahin kaum sichtbar, steigerten sich und zeigten der NSV Abwehr ihre Schwächen auf ohne wirklich das Spiel kippen zu können.

Vor allem bei den einfachen Würfen sahen die NSV Mannen nicht immer gut aus. Auch hatten beide Keeper, die sich auf eine neue Abwehrformation einstellen mussten, nicht ihren besten Tag erwischt.

Hinzu kam, dass sich bei Nordhausen die Fehlerquote erhöhte. Anstatt den Vorsprung ruhig und überlegt auszubauen, spielten sie extrem auf Risiko. Vor allen von den Außenpositionen kam diesmal dabei zu wenig bis gar keine Entlastung.

In der 22. Spielminute verkürzten die Gäste auf 12:8 und böse Ahnungen machten die Runde. Nordhausen spielte immer noch besser, jedoch zählbares fehlte. Zumindest bis zur nächsten Temposteigerung. Plötzlich hellwach legten sie wieder bis zur Halbzeit 2 Treffer zum 16:10 Endstand vor.

Nur ein Etappenziel, die zweiten 30. Spielminuten waren in den zurückliegenden Begegnungen der Knackpunkt. Nach der Verkürzung auf 16:11 war es Jonas Fenzel der nachlegte. Die Hausherren im Weiteren zurückhaltender, sie wollten die Partie kontrolliert mit einem Doppelpunktgewinn beenden. Als Thomas Riemekasten in der 49. Spielminute den Treffer zum 26:19 markierte war die Partie angesichts der NSV Spielanteile entschieden.

Da beide Seiten im Schlussspurt mit Höhepunkten geizten wurde die Partie beim Stand von 30:25 für die Südharzer abgepfiffen. Nach der Niederlagenserie lagen sich die Spieler in den Armen und feierten den ersten Erfolg bei der Mission Klassenerhalt.

Der NSV siegte Dank eines guten temporeichen Spielbeginns. Die Gäste wurden in dieser Phase völlig überrollt. Erst die Grüne Karte, die bei der HSG gleich zu 3 Zeitstrafen führte, brachte die Gäste zurück ins Spiel.

Nordhausen spielte angesichts des Vorsprunges im Weiteren zu risikoreich. Viele Pässe fanden nicht den Adressaten oder gingen völlig ins leere. Eins konnte man den NSV aber nicht absprechen, sie hatten wieder Spaß am Spiel. Vielleicht klappte deshalb nicht alles. Als Zuschauer haben die Spielzüge Lust auf mehr gemacht. Lust auf mehr auch dank einiger Rückkehrer wie Thomas Riemekasten, Stefan Fuhrmann oder Mathias Thiele.

Steven Balik/ Stefan Fuhrmann 10/ Lukas Fehling 4/ Philipp Keil/ Tim Hendrich/ Normen Bischoff/ Ricardo Seeger 1/ Jonas Frenzel 2/ Christian Knolle/ Yannek Hund/ Marcel Effenberger-Kiel 5/ Matthias Thiele/ Thomas Riemekasten 8

Strafwürfe NSV 2/1 HSG 2/2
Zeitstrafen NSV 1 HSG 5

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